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Controls on global biodiversity patterns and skeletal mineralizsation during the Cambrian radiation

Fachliche Zuordnung Paläontologie
Förderung Förderung von 2011 bis 2015
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 21910049
 
Erstellungsjahr 2015

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Dieses Projekt zielte darauf ab, die globale Diversitätsdynamik um die Ediacarium-Kambrium-Grenze zuverlässig zu dokumentieren und die Daten für rigoroses Testen von Hypothesen zu verwenden. Muster der Alpha-, Beta- und Gamma-Diversität wurden untersucht, um die relative Rolle von Diversitätsänderungen innerhalb und zwischen Fossilgemeinschaften sowie die Bedeutung biogeographischer Muster zu verstehen. Diese Muster wurden verwendet, um Hypothesen zur Ursache der kambrischen Radiation zu testen. Besonderer Schwerpunkt lag auf dem Zusammenspiel von Alpha- und Beta- Diversität in der Generierung der globalen Diversitätsmuster. Datenbasis der Untersuchungen war die Paleobiology Database, die für den untersuchten Zeitbereich erheblich ergänzt wurde, sowohl durch publizierte Daten als auch durch neu generierte Daten aus der Forschergruppe. Ferner wurden taxonomische und vor allem stratigraphische Einstufungen auf den aktuellen Stand gebracht, um der neuen internationalen Stufeneinteilung Rechnung zu tragen. Eigene Geländestudien in Kasachstan und Südchina mit Kolleg(inn)en der Forschergruppe ergänzten das Spektrum. Kernergebnisse sind: (1) die kambrische Radiation vollzog sich über die ersten drei Stufen des Kambriums und war in Stufe drei mit einem deutlichen Diversitätspeak praktisch abgeschlossen; (2) die Diversifizierung fand zunächst innerhalb der Lebensgemeinschaften durch feinere Einnischung statt (Alpha-Diversität), erst später erfolgte ein massiver Anstieg der Beta-Diversität; (3) der Anstieg der Beta-Diversität war zwischen Lebensräumen und zwischen geographischen Regionen gleichermaßen bedeutsam, (4) aus dem Verhältnis von Alpha-, Beta- und Gamma-Diversität während der unbeschränkten Diversifizierung kann ein Szenario abgeleitet werden, in dem Konkurrenz eine deutlich untergeordnete Rolle gegenüber Räuberdruck einnimmt, (5) Nischeneinschränkung auf lokalen Skalen kombiniert mit zunehmender biogeographischer Differenzierung sind die Hauptursachen der kambrischen Radiation.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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