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Markierung von therapeutischen Zellen mit einer Reporterprobe zur nicht-invasiven Darstellung der Zell-Wanderung und -Akkumulation in vivo.

Subject Area Reproductive Medicine, Urology
Term from 2012 to 2016
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 190473765
 
Final Report Year 2016

Final Report Abstract

Die in Q1 durchgeführte Markierung von in den Sphinkterapparat zu applizierenden Stammzellen mittels Eisenbeladung (Resovist®) funktionierte reproduzierbar gut und erlaubte über charakteristische Signalauslöschungen im MRT die indirekte Visualisierung. Damit konnte nicht nur die genaue Position der Injektion in Relation zum Sphinkterapparat reproduziert und nachgewiesen werden; vielmehr konnte auch eine direkte Rückmeldung an TP 3 gegeben und die zielgenaue Applikation bei weiteren Tieren optimiert werden. Des Weiteren erlaubte die langfristige Detektierbarkeit sowohl über 3 als auch über 6 Monate zusätzlich den Nachweis der Ortsständigkeit der Markierung der applizierten Zellen. Da im Rahmen der Nachuntersuchungen des TP1 und TP3 gezeigt wurde, dass in den Injektionsdepots 3 Wochen nach Applikation humaner MSCs keine vitalen Zellen mehr nachweisbar sind, können aus den in diesem Vorhaben durchgeführten Untersuchungen am Minipig keine Rück-schlüsse zum Verbleib von Zellen oder zu deren Migration im Zielgewebe gemacht werden. In immundefizienten Nagern waren in den Muskel injizierte markierte MSCs jedoch nach 4 und 8 Wochen nachweisbar. War initial diskutiert worden, die applizierten Zellen würden durch Migration u/o Phagozytose von Makrophagen über den zeitlichen Verlauf nicht ortsständig bleiben, so konnte auf Basis der erhobenen Daten an Nagern gezeigt werden, dass applizierte Zellen in gewissem Umfang ortsgebunden bleiben können, auch wenn Migration stattfinden sollte. Damit konnte eine wesentliche Erkenntnis im Hinblick auf eine translationale Anwendung bei der Behandlung der Inkontinenz gewonnen werden. Die gleichzeitig in Zusammenarbeit mit TP5 etablierte Datenfusion von MRT und Druckprofilmessungen erlaubt die Interpretation von Morphologie, Funktion und Physiologie, wodurch in zukünftigen Anwendungen ein umfassenderes Verständnis der Pathophysiologie der Urethra zu erwarten ist.

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