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Das Ende des Modells Schweden? Das schwedische Produktionsregime 1980-2000
Antragsteller
Dr. Gunnar Flume
Fachliche Zuordnung
Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Förderung
Förderung von 2012 bis 2013
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 224928416
Lange galt das ‚Modell Schweden’ als Musterbeispiel einer Marktwirtschaft, die erfolgreich die beiden Prinzipien Effizienz und Gleichheit in sich versöhnen konnte. Spätestens 1990 stand dieses Kapitalismusmodell angesichts unübersehbarer Krisensymptome zur Disposition. Trotz der beeindruckenden konjunkturellen Erholung stellte sich die Frage, inwiefern ähnlich wie in anderen Volkswirtschaften ein Pfadwechsel in Richtung einer angelsächsischen liberal market economy erfolgte. Auf der Basis von drei Unternehmensfallstudien untersucht die vorliegende Arbeit die institutionellen Wandlungsprozesse in Schweden zwischen 1980 und 2000. Diese zeigen, dass Anpassungsleistungen grundsätzlich im Zusammenhang firmenspezifischer Innovations- und Wachstumspfade interpretiert werden müssen. Das Resultat einer ausgeweiteten institutionellen Vielfalt auf Unternehmensebene plausibilisiert, warum sich das Modell Schweden am Ende des 20. Jahrhunderts als ‚institutioneller Hybrid’ präsentiert, das sowohl Elemente liberaler als auch korporativer Marktwirtschaften in sich vereint.
DFG-Verfahren
Publikationsbeihilfen
