Project Details
Projekt Print View

UHV-Analysesystem für XPS/UPS/AES

Subject Area Condensed Matter Physics
Term Funded in 2012
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 226006895
 
Final Report Year 2019

Final Report Abstract

Das Gerät wurde und wird eingesetzt für zahlreiche Untersuchungen zur Bestimmung der Bandstruktur besetzter Zustände (winkelaufgelöste Photoelektronenspektroskopie mit UV-Anregung, ARUPS) und zur Bestimmung von Bindungsverhältnissen und Schichtdicken (Photoelektronenspektroskopie mit UV-Anregung, XPS und AES) an diversen Molekül-Substrat-Kombinationen. Besonders hervorzuheben ist die die aufgrund einer Vollmotorisierung des 5-Achsen-Probenmanipulators bestehende Möglichkeit, in einer Laboranlage (im Gegensatz zur Nutzung von Synchrotrongeräten) winkelabhängige Photoelektronenverteilungen von molekularen Zuständen, auch Photoelektronen-Impuls-Karten genannt (photoelectron momentum maps, PMMs), aufzunehmen. Diese können im Wesentlichen durch eine Fourier-Transformation der räumlichen Verteilung der Molekülorbitale eines freien Moleküls beschrieben werden, und zwar unabhängig von einer tatsächlichen Besetzung der Zustände. Da für jedes beliebige Molekül jedes Molekülorbital eine eindeutige und unterscheidbare räumliche Verteilung der Elektronenaufenthaltswahrscheinlichkeit aufweist, ist somit eine sichere Zuordnung von gemessenen ARUPS Peaks zu molekularen Zuständen möglich. Weiterhin erhält man wertvolle Informationen zur Anordnung der Moleküle in der Einheitszelle, die durch die komplementäre Methode der niederenergetischen Elektronenbeugung (LEED), die Aussagen über die Gitterparameter liefert, nicht gewonnen werden können. Ebenfalls intensiv bearbeitet werden Fragen der Dotierung organischer Schichten und von Graphen mit Alkali-Metallen. In jüngster Zeit haben wir damit begonnen, moderne 2-diemnsionale Materialien „beyond graphene“ zu untersuchen, wie z.B. hBN und MoS2. Da alle unsere UHV-Anlagen über ein einheitliches Schleusensystem verfügen, können wir mit Hilfe transportabler UHV-Kammern („UHV-Koffer“) alle oberflächenphysikalischen Untersuchungen auf eine spezifische Probe anwenden. Hierbei sind insbesondere die zu diesem Großgerät ergänzenden Messmöglichkeiten im Tieftemperatur-STM-AFM sowie mittels in situ optischer Spektroskopie zu erwähnen.

Publications

 
 

Additional Information

Textvergrößerung und Kontrastanpassung