Project Details
Demographischer Impact in Wohnquartieren deutscher Großstädte - Entwicklungsszenarien und Handlungsoptionen
Applicant
Privatdozent Dr. Olaf Schnur
Subject Area
Human Geography
Term
from 2006 to 2011
Project identifier
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 23325424
Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die heutigen Bedingungen und möglichen Konsequenzen des ¿demographischen Impacts auf der konkreten, räumlich integrierten Ebene von Wohnquartieren zu analysieren. Die soziodemographische Entwicklung hängt auf der Wohnquartiersebene vor allem von selektiven intraregionalen Wanderungen bzw. vom Umzugsverhalten sowie von in situ-Alterungsprozessen ab. Dadurch können im Quartiersmaßstab aus soziodemographischer Perspektive große Disparitäten auftreten. Städte und Kommunen werden von den Komponenten des demographischen Wandels (insbesondere Schrumpfung und Alterung) deshalb besonders stark betroffen und gezwungen sein, rechtzeitig Handlungsoptionen insbesondere im wohnungsmarktpolitischen Bereich zu erkennen und diese in Lösungsmodelle umzusetzen. Obwohl die ¿mittlere räumliche Ebene der Quartiere im planerischen Fokus als besonders wichtig zu erachten ist, sind hier die größten Forschungsdefizite zu erkennen. Mittels einer Vergleichsuntersuchung in Großstädten in Ost- und Westdeutschland sollen deshalb unterschiedlich strukturierte Wohnquartiere exploriert, verglichen und am Ende zu einer Typologie verdichtet werden. Neben modellhaften Quartiersprognosen soll dabei ein qualitativer Methodenmix zur Anwendung kommen. In einem darauf aufbauenden Teil soll eine zweistufige Expertenbefragung nach der Delphi-Methode durchgeführt werden. Am Ende sollen typische Entwicklungsszenarien sowie eine ¿Toolbox für die Kommunen 1 entstehen, die den Umgang mit soziodemographischen Dynamiken in Wohnquartieren erleichtert und Entwicklungsmöglichkeiten bewusst macht. Gleichzeitig sollen die Ergebnisse dazu dienen, über ein Modell des ¿neighborhood change nachzudenken, bei dem der demographische Wandel im Vordergrund steht.
DFG Programme
Research Grants
