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Prüfstand für elektrische Maschinen und Antriebe mit den Schwerpunkten Energieeffizienz und Elektromobilität

Fachliche Zuordnung Elektrotechnik und Informationstechnik
Förderung Förderung in 2013
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 234904145
 
Erstellungsjahr 2019

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Im Berichtszeitraum beschäftigten sich mehrere Promotionsarbeiten mit Motoren und Antriebstechnik, die in der Elektrotraktion eingesetzt werden können. Die theoretischen Berechnungen und Vorhersagen wurden am geförderten Versuchsstand jeweils durch umfangreiche praktische Messungen in ihren Aussagen bestätigt. Voraussetzung dafür war die technische Ausstattung des Prüfstandes, der Untersuchungen unter realitätsnahen Bedingungen im Leistungsbereich bis 200 kW und präziser Messtechnik erlaubt. Das wurde mit folgender Konzeption erreicht: Die Prüfanlage ist mit rückspeisefähigen Netzstromrichtern auf der Belastungs- und Prüflingsseite ausgerüstet, so dass ein drehzahl- oder drehmomentgeregelter Betrieb des Maschinensatzes in allen vier Quadranten möglich ist. Gegenwärtig sind eine hochtourige Belastungseinheit (106 Nm, 13.500 min ) und -1 eine niedertourige Belastungseinheit (1010 Nm, 1.750 min-1) zur Aufnahme der mechanischen Leistungen der Prüflingsmotoren verfügbar. Eine Besonderheit ist die Bereitstellung einer variablen Zwischenkreisspannung für die Maschinenstromrichter auf der Prüflingsseite (10…800 VDC, ± 600 ADC). Damit ist die Anpassung an verschiedene Gleichspannungsebenen für EV/HEV-Antriebe und stationäre Industrieantriebe ausführbar. Zur Untersuchung neuer stromrichternaher Steuer- und Regelalgorithmen ist zusätzlich ein Experimentierstromrichter in Kombination mit einem universellen Mikrorechnersystem als Rapid Control Prototyping System installiert. Die Mess- und Automatisierungstechnik der Prüfanlage ist vor allem auf die lückenlose Erfassung von Leistungen, Effizienz- und Wirkungsgrade von der elektrischen Einspeisung bis zur Motorwelle im stationären bzw. dynamischen Betrieb des Antriebsstrangs ausgerichtet. Wesentliche Elemente der Messtechnik sind Leistungsmessgeräte zur Messung von gepulsten Spannungen und oberschwingungsbehafteten Strömen sowie Messflansche zur Drehzahl- und Drehmomentmessung. Die Messmittel besitzen die notwendige Messgenauigkeit, um auch im Teillastbereich auf der Grundlage von Differenzmessungen Aussagen zur Effizienz einer untersuchten Komponente zu treffen. Alle Vorgaben zur Messgenauigkeit bei der Bestimmung von Verlusten und Wirkungsgraden elektrischer Maschinen nach der Norm DIN EN 60034-2 werden eingehalten.

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