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Medizinische und Biologische Chemie von Alkinylgold-Komplexen

Antragsteller Professor Dr. Ingo Ott
Fachliche Zuordnung Pharmazie
Biologische und Biomimetische Chemie
Förderung Förderung von 2013 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 240296617
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Gold und seine Komplexe werden seit dem Altertum in der Medizin verwendet und werden in der modernen Medizin seit mehreren Jahrzehnten zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis eingesetzt. Die derzeitige Forschung konzentriert sich auf die Anwendung von Goldspezies bei anderen Krankheiten, wie z. B. Krebs. Das übergeordnete Ziel des Projekts war die Etablierung einer neuen Klasse von Goldverbindungen als Wirkstoffe gegen Tumorerkrankungen. Die Substanzen basieren auf einem Alkin als Liganden, welcher die Stabilität der Komplexe erhöhen soll. Im Rahmen des Projekts wurden Alkinylgold(I)-Komplexe mit Phosphan- oder N-heterozyklischen Carben-Sekundärliganden untersucht. Für beide Typen wurden Struktur-Wirkungs-Beziehungen als mögliche Zytostatika ermittelt, die Thioredoxin- Reduktase wurde als wichtige molekulare Zielstruktur bestätigt und wichtige Eigenschaften in der präklinischen Forschung, wie die Stabilität in Lösung, wurden untersucht. Für beide Typen wurde eine Leitverbindung identifiziert und in einem Maus-Xenograft-Modell wurde eine starke antitumorale Aktivität festgestellt. Die erzielten Ergebnisse bilden die Grundlage für ein besseres Verständnis des Potenzials von Alkinylgoldverbindungen als potenzielle Chemotherapeutika zur Behandlung von Krebs.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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