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Cryo-Transmissions-Elektronenmikroskop

Fachliche Zuordnung Polymerforschung
Förderung Förderung in 2014
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 251585374
 
Erstellungsjahr 2020

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das beschaffte hochauflösende energiefilternde Transmissionselektronenmikroskop (HR-EFTEM) ist speziell für die schonende und hochkontrastreiche Untersuchung auch kontrastarmer, strahlenempfindlicher und kolloidaler Proben ausgelegt. Dank Feldemissionskathode, in-column-Energiefilter, 4k-Kamera, high-tilt-Probenhalter und cryo-Ionslicer konnte es in zahlreichen Projekten erfolgreich zur Charakterisierung weicher, nanostrukturierter und hybrider Materialien eingesetzt werden. Polymer-Schichtsilikat-Nanokomposite detailliert strukturell charakterisiert werden. Dabei ließen sich lokale Überstrukturen, Mischbarkeit und Entmischung sowie organische Zwischenschichten auch ohne zusätzliche Kontrastierung sichtbar machen. Diese Materialien sind relevant für Barrierefolien, Lebensmittelverpackungen, Wasserstoff- und Heliumtechnologien, CO2-Abtrennung und Katalyse. Auch die energiegefilterte Elektronenbeugung (EF-SAED) trug wesentlich zur Strukturaufklärung bei. Damit wurden etwa Kristallinität und Aggregatwachstum phasenreiner Magnesiumferrit-Nanokristalle analysiert, die etwa für Datenspeicherung und medizinische Bildgebung wichtig sind. In supramolekularen Trisamid-Architekturen konnten strahlenempfindliche Nanofasern kontrastreich abgebildet und ihre molekulare Stapelung sowie Schichtabstände bestimmt werden. Weitere Anwendungen umfassten Nanopartikelhybridsysteme für die Aminkatalyse, bei denen Einbettung und Gitterabstände von Eisen- oder Nickel-Nanopartikeln in stickstoffdotierter Siliziumcarbid-Matrix aufgeklärt wurden. Ebenso wurden Eisenoxidnanopartikel in Lösung untersucht, um den Einfluss von Kristallorientierung und Oberflächenfunktionalisierung auf Hydratationsschichten besser zu verstehen. Darüber hinaus ermöglichte HR-EFTEM zusammen mit 3D-Tomographie die Strukturaufklärung individueller TiO2-Hohlkugeln, die als "grünes" Material für Photokatalyse, Solarzellen und Batterien interessant sind. Auch oberflächenkompartimentierte Blockcopolymermizellen mit selektiv gebundenen Goldnanopartikeln konnten analysiert werden, wobei die Verteilung von Schwermetall-Nanopartikeln und die lokale Morphologie eindeutig sichtbar gemacht wurden. Zusammenfassend erweist sich das HR-EFTEM als zentrales Hochleistungsinstrument zur nanoskaligen Strukturaufklärung in verschiedensten materialwissenschaftlichen, chemischen und anwendungsnahen Forschungsfeldern.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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