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Temporäre Reiz-Reaktionsbindungen als Mechanismus des inzidentellen Assoziationslernens II

Fachliche Zuordnung Allgemeine, Kognitive und Mathematische Psychologie
Förderung Förderung von 2014 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 269503548
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Zwei wichtige Bereiche zur Untersuchung menschlicher Handlungssteuerung fokussieren auf (1) einzelne abgeschlossene Handlungen und Bindungen zwischen Reizen und Reaktionen der Handlungsepisode und (2) Lernmechanismen die Handlungen in wiederkehrenden Situationen unterstützen. Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass die Integration einzelner Handlungspläne eng mit dem inzidentellen Lernen von Zusammenhängen zwischen unseren Handlungen und Situationsmerkmalen verbunden ist. Allerdings existiert auch Evidenz dafür, dass die entsprechenden Mechanismen weitgehend unabhängig voneinander funktionieren. Die Fragen, ob Bindungsmechanismen bei der Steuerung einzelner Handlungen grundsätzlich unterscheidbar von Lernmechanismen sind und inwiefern wechselseitige Einflüsse zwischen den Mechanismen bestehen können, sind bisher ungeklärt. Zunächst konnte gezeigt werden, dass Bindungsprozesse und Prozesse inzidentellen Assoziationslernens sich hinsichtlich einiger Eigenschaften ähneln, aber dennoch klar differenzierbar sind. Zudem fanden wir Hinweise auf wechselseitige Einflüsse zwischen den Prozessen. Außerdem konnte gezeigt werden, dass einzelne Handlungen, ähnlich wie Reize und Reaktionen, aneinander gebunden werden können. Dieses Ergebnis ist insbesondere im Hinblick auf hierarchische Strukturen bei der Handlungssteuerung und Gewohnheitsbildung relevant. Daher wurden Strukturen und Eigenschaften dieser Bindungen zwischen zeitlich verteilten Handlungen genauer untersucht und in Zusammenhang mit Lernmechanismen gebracht.

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