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Röntgen-Mikrotomographiegerät

Subject Area Medicine
Term Funded in 2015
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 272255262
 
Final Report Year 2019

Final Report Abstract

Mit Hilfe des Großgeräts wurden mittlerweile diverse Studien zur Darstellung der komplexen Wurzelkanalanatomie, der Qualität und Auswirkungen der mechanischen Instrumentierung auf das Wurzeldentin, der Homogenität der Wurzelkanalfüllung sowie verschiedener Techniken für die Revisionsbehandlung durchgeführt. Im Rahmen dieser endodontologischen Fragestellungen wurde mit Hilfe des Mikro-CTs erstmals festgestellt, dass die Sichtbarkeit von Mikrorissen im Wurzelkanaldentin von der Feuchtigkeit des Dentins abhängt. Diese Mikrorisse sind ausschließlich an leicht ausgetrockneten Proben erkennbar, so dass ein Scan feuchter Zahnproben zu falsch-negativen Ergebnissen hinsichtlich der Beurteilung solcher Mikrorisse führen kann. Darüber hinaus wurde in einer weiteren Publikation gezeigt, dass derartige Risse nicht durch die maschinelle Wurzelkanalpräparation mit unterschiedlichen Ein- und Mehr-Feilen-Systemen erzeugt werden. Weiterhin wurde die Revidierbarkeit verschiedener warmer, träger- und nicht-trägerbasierten Wurzelkanalfülltechniken untersucht, wobei kein signifikanter Unterschied zwischen den unterschiedlichen Obturationstechniken hinsichtlich der Menge an verbliebenem Füllmaterial sowie des Dentinabtrags ermittelt wurde. Abschließend wurde das Mikro-CT dazu verwendet, den nach der maschinellen Wurzelkanalpräparation im Isthmus unterer Molaren verbliebenen Debris zu visualisieren und verschiedene Spültechniken hinsichtlich ihrer Fähigkeit zur Reinigung dieser schlecht zugänglichen Bereiche des Endodonts zu untersuchen. Es wurde keine Überlegenheit einer schall- bzw. ultraschallaktivierten Spülung gegenüber der manuellen Spültechnik nachgewiesen. Im Rahmen der Kooperationsprojekte wurde untersucht, wie mit BMP2 beladene Polymergerüste das Knochenwachstum beeinflussen können. Die verzögerte Freisetzung von BMP2 beeinflusste das Knochenwachstum positiv, besonders an Stellen mit geringer osteogener Aktivität. Ebenfalls wurden mit polyedrischen oligomeren Silsesquioxanen beladene Scaffolds charakterisiert, die möglicherweise als regenerative Biomaterialien eingesetzt werden können. Ferner wurden Anwendungsmöglichkeiten der Mikrocomputertomographie im Rahmen der virtuellen 3D-Histologie untersucht und beschrieben.

Publications

 
 

Additional Information

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