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FT-IR Spektrometer

Fachliche Zuordnung Molekülchemie
Förderung Förderung in 2015
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 279372189
 
Erstellungsjahr 2019

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Die Infrarotspektroskopie ist eine anerkannte und unverzichtbare analytische Methode, die zuverlässige und fundierte Erkenntnisse zur Charakterisierung von anorganischen und organischen Materialien, wie Halbleitermaterialien, Katalysatoren oder Polymeren, liefert. Sie ist eine sehr wichtige Analysemethode für die präparativ arbeitenden Gruppen am Institut. Speziell die Messungen im Fernen Infrarot liefern wichtige Beiträge zur umfassenden Strukturbeschreibung metallorganischer Verbindungen. Atomlagenabscheidung von Germanium-Antimon-Tellurid: Germanium-Antimon-Tellurid-Schichten zeigen eine hohe, mehrere Größenordnungen betragende Änderung des Schichtwiderstands bei Übergang von der kristallinen in die amorphe Phase und umgekehrt. Diese Eigenschaft lässt sich zur nicht-flüchtigen Speicherung von Informationen benutzen. Eine mögliche bedeutende Anwendung dieser Schichten ist in den sogenannten PCRAMs (Phase Change Random Access Memory) gegeben. Im Rahmen des beantragten Vorhabens sollen dünne Schichten aus Germanium-Antimon-Tellurid (Ge2Sb2Te5, abgekürzt: GST) mittels Atomlagenabscheidung unter Verwendung von neu für diesen Prozess zu entwickelnder Germanium-, Antimon- und Tellur- Precursoren auf Amidinat- und Guanidinatbasis niedergeschlagen und charakterisiert werden. Die Charakterisierung der hergestellten Materialien erfolgt hinsichtlich ihrer Zusammensetzung, ihrer Struktur, ihrer Morphologie und ihrer elektrischen Eigenschaften. Zur Charakterisierung des Übergangs von der amorphen zur kristallinen bzw. von der kristallinen zur amorphen Phase und des Speichereffekts sollen fein strukturierte Testbauelemente bestehend aus Metall/GST-Schicht/Metall-Widerstandsstrukturen untersucht werden. Für die Charakterisierung aller neuen Precursoren spielt die IR-Spektroskopie eine wichtige Rolle. Supramolekulare Komplexverbindungen mit Azolylpropanamid-Liganden: Supramolekulare Kristallstrukturen sind von großem aktuellem Interesse, insbesondere solche mit dreidimensionalen Netzwerken aus Wasserstoffbrücken. In den vergangenen Jahren wurden in unserem Arbeitskreis neue multifunktionelle Liganden entwickelt, die sich zum Aufbau solcher Strukturen eignen. Typische Vertreter dieser neuen Liganden sind das N-Pyrazolylpropanamid und das N-Triazolylpropanamid. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, weitere Pyrazolylpropanamid-Liganden und davon ausgehend neue supramolekulare Komplexverbindungen mit ausgewählten Übergangsmetallen zu synthetisieren und durch Einkristall-Röntgenstrukturanalysen aufzuklären. Carboranylamidinate: Die in unserem Arbeitskreis entwickelten Carboranylamidinat-Anionen stellen ein völlig neuartiges multifunktionelles Ligandensystem dar. Im Rahmen des Projekts sollen die Ligandeneigenschaften dieser Anionen untersucht und Komplexverbindungen mit Hauptgruppenelementen, Übergangsmetallen und f- Elementen hergestellt und charakterisiert werden. Auch in diesem Projekt sind IR-Daten von großer Bedeutung für die vollständige Charakterisierung der neuen Verbindungen. Multidecker-Sandwich-Komplexe der Lanthanoide: Im Rahmen des geplanten Forschungsvorhabens soll die bislang kaum bekannte Chemie des Cerocens und seiner Derivate erforscht werden. Hauptziel dieser Untersuchungen ist die Synthese und strukturelle Charakterisierung neuartiger Organolanthanoidverbindungen, wie beispielsweise Tetradecker-Sandwichkomplexe. Weitere Aspekte des Forschungsvorhabens beinhalten Versuche zur Synthese von Cerocenanalogen anderer Lanthanoidelemente sowie der ersten Halbsandwich-Komplexe mit formal vierwertigem Cer.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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