Corporate Finance und Humankapital Risko
Zusammenfassung der Projektergebnisse
Das Projekt „Corporate Finance and Human Capital Risk“ ist an der Schnittstelle von Finanz- und Arbeitsmarktökonomie angesiedelt und fragt, wie sich Unternehmenstransaktionen auf Mitarbeitende auswirken. Um diese Frage zu beantworten, haben wir neue Datensätze für Deutschland und die Niederlande erstellt, die Finanzinformationen über Unternehmen mit administrativen Daten auf Betriebs- und Mitarbeiterebene kombinieren. Diese Datensätze ermöglichten neue Einblicke in die Auswirkungen von Unternehmenstransaktionen und Corporate Governance auf die Mitarbeitenden anhand einer Reihe von Dimensionen. Erstens haben wir gezeigt, dass die Arbeitnehmervertretung im Vorstand ein glaubwürdiges Verpflichtungsinstrument darstellt, um eine Risikoteilung zwischen Unternehmen und Arbeitnehmern zu ermöglichen. Zweitens haben wir dokumentiert, dass Private-Equity- Übernahmen zu einem Beschäftigungsabbau, einer Zunahme der Mitarbeiterfluktuation und Einkommensverlusten für die Mitarbeiter der Übernahmeziele führen. Manager und ältere Mitarbeiter schneiden im Vergleich zum durchschnittlichen Zielmitarbeiter schlechter ab, was darauf hindeutet, dass diejenigen Mitarbeiter am stärksten negativ betroffen sind, die mit geringerer Wahrscheinlichkeit eine neue Stelle finden, als diejenigen, die am ehesten ihre Stelle verlieren werden. Drittens setzen wir die Gesundheit der Mitarbeiter mit ihrer Produktivität und der Umstrukturierung der Arbeitskräfte während Private-Equity-Übernahmen in Beziehung. Arbeitnehmer mit einem schlechteren Gesundheitszustand vor der Übernahme müssen mit den größten Einkommens- und Beschäftigungsverlusten rechnen. Mehr als die Hälfte dieses negativen Effekts wird durch Sozialtransfers abgefedert. Wir finden keine Hinweise darauf, dass Übernahmen die Gesundheit der Mitarbeiter verschlechtern. Als viertes haben wir die Umstrukturierung der Arbeitskräfte nach Fusionen und Übernahmen untersucht, indem wir uns einen umfassenden Überblick über Zielunternehmen und Erwerber verschafft haben. Die Umstrukturierung der Beschäftigung ist substantiell und impliziert einen Nettobeschäftigungsrückgang, der sich auf die Zielunternehmen konzentriert. Die Mitarbeiterfluktuation ist groß, insbesondere bei Führungskräften, und erfolgt über den externen Arbeitsmarkt. Wir konnten zeigen, dass eine Veränderung der Beschäftigtenstruktur hin zu jüngeren und kostengünstigeren Beschäftigten stattfindet und dass Fusionen hierarchischere Unternehmen mit mehr Managern und höherer Arbeitsproduktivität schaffen. Fünftens zeigen wir, dass Konzerne als Arbitrageure auf Arbeitsmärken auftreten: Sie verschieben Arbeitsplätze systematisch zwischen verschiedenen Standorten mit unterschiedlichen Arbeitsmarktbedingungen (Arbeitskosten, Verfügbarkeit von Arbeitskräften, Anforderungs- und Qualifikationsprofile der Arbeitskräfte). Sie tun dies innerhalb der bestehenden Konzernstruktur, aber sie passen die Konzernstruktur auch durch Käufe und Verkäufe an.
Projektbezogene Publikationen (Auswahl)
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Labor Representation in Governance as an Insurance Mechanism, posted in his capacity as editor of the Review of Finance
Andrew Ellul
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Labor Representation in Governance as an Insurance Mechanism,” Harvard Law School Forum on Corporate Governance and Financial Regulation
E. Han Kim, Ernst Maug & Christoph Schneider
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Labor Representation in Governance as an Insurance Mechanism. Review of Finance, 22(4), 1251-1289.
Kim, E. Han; Maug, Ernst & Schneider, Christoph
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Risk-Sharing Between Employers and Employees, Mannheim Business Research Insights 2018/2
Ernst Maug
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Private equity and human capital risk. Journal of Financial Economics, 133(3), 634-657.
Antoni, Manfred; Maug, Ernst & Obernberger, Stefan
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Private Equity Buyouts and Employee Health. SSRN Electronic Journal.
Garcia, Gomez Pilar; Maug, Ernst G. & Obernberger, Stefan
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Post-Merger Restructuring of the Labor Force, ECGI - Finance Working Paper No. 753/2021
Gehrke, Britta, Ernst Maug, Stefan Obernberger & Christoph Schneider
