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Unfruchtbarkeit und In-Vitro-Fertilisation in Bamako (Mali): Alltagserfahrung, soziale Handhabung, Transformation
Antragstellerin
Dr. Viola Hörbst
Fachliche Zuordnung
Ethnologie und Europäische Ethnologie
Förderung
Förderung von 2006 bis 2009
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 28545292
Wissen und Anwendung von In-Vitro-Fertilisation finden weltweit zunehmende Verbreitung. Doch konzentriert sich die sozialwissenschaftliche Forschung auf euroamerikanische Gesellschaften mit hohem Technologisierungsgrad und geringen Geburtenraten. Hohe Geburtenzahlen im subsaharischen Afrika verstellen den Blick darauf, dass für die dortige Bevölkerung gerade Unfruchtbarkeit ein dringliches Problem darstellt und die neuen Reproduktionstechnologien auf reges Interesse stoßen. Empirische Forschungen zum Transfer dieser Technologien in subsaharische Kontexte, die sich in kultureller, sozialer und politischer Dimension von euro-amerikanischen Zusammenhängen unterscheiden, fehlen bislang. Diese Lücke schließt das geplante Forschungsvorhaben, indem es die Lebenserfahrungen, sozialen und therapeutischen Umgangsweisen von an Unfruchtbarkeit leidenden Frauen und Männern in Bamako untersucht. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungsprozesse von Frauen und Männern, welche eine In-Vitro-Fertilisation bereits durchlaufen haben, sie planen oder aktuell durchführen. Erwartet werden Erkenntnisse über die sozialen Integrationsformen der neuen Reproduktionstechnologien und deren spezifisches Transformationspotential im Hinblick auf Konzeptionen und gesellschaftliche Handhabungen von Unfruchtbarkeit am Beispiel Malis.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
