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Ein sozio-technisches Rahmenwerk für ECS-Nutzenrealisierung - Phase 3: Ebenen-/system-übergreifende Choreografie kollaborativer Arbeitsprozesse

Fachliche Zuordnung Datenmanagement, datenintensive Systeme, Informatik-Methoden in der Wirtschaftsinformatik
Sicherheit und Verlässlichkeit, Betriebs-, Kommunikations- und verteilte Systeme
Förderung Förderung von 2016 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 285717372
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Fokus der Untersuchungen im BECS-Projekt ist der Nutzen (Benefit), der sich aus der Einführung und Nutzung von Enterprise Collaboration Systems (ECS) ergeben. ECS sind Infrastrukturen für die digitale Unterstützung der Zusammenarbeit. Sie stellen die notwendige Softwarefunktionalität bereit, die es Arbeitsgruppen ermöglicht, Teambesprechungen zu organisieren, Informationen auszutauschen, Arbeitsabläufe zu koordinieren und an gemeinsamen Projekten zu arbeiten – unabhängig von Ort und Zeitpunkt der Arbeitsaktivität. Wenn ECS in Organisationen eingeführt werden, gibt es zunächst Erwartungen darüber, was durch das System erreicht werden kann, z. B. verbesserte Zusammenarbeit oder verbesserte Kommunikation über Silos hinweg. Mit der Zeit, wenn Benutzer Erfahrungen mit dem System sammeln, ändern sich die Vorstellungen darüber, was erreicht werden kann, und die ECS werden in die Arbeitspraktiken der Organisation integriert. Die Identifizierung und das Verständnis des erwarteten Nutzens von ECS, ihrer Entwicklung über die Zeit und ihres Beitrags zur Unternehmensleistung ist jedoch schwierig, da geeignete Methoden und Werkzeuge fehlen, um die Vorteile von ECS zu beschreiben (Profilierung), zu messen und zu überwachen. Das BECS- Projekt befasst sich mit dieser Herausforderung; der Schwerpunkt liegt auf der Identifizierung, Messung und Überwachung des Nutzens, der sich im Laufe der Zeit aus der Implementierung und Nutzung von ECS ergeben. Mit Hilfe von Längsschnittfallstudien zur Einführung von ECS in führenden Organisationen in der DACH-Region und empirischen Analysen der Nutzung von Kollaborationssystemen hat die durchgeführte Forschung die folgenden Ergebnisse hervorgebracht: i) konkrete Tools und Methoden zur Messung des Nutzens von ECS und zur Erstellung von Nutzenprofilen; ii) einen vertieften Einblick in die Art und Weise, wie Nutzenmanagement in der Praxis erfolgreich gestaltet und angewendet werden kann und iii) ein neuartiges, integriertes Rahmenwerk, das Forschende und Praktiker bei der Entwicklung, Implementierung und Bewertung von ECS-Vorteilen unterstützt. Das Projekt lieferte damit sowohl praktische als auch theoretische Ergebnisse. Die im BECS-Projekt entwickelten Methoden und Tools wurden in Organisationen angewendet und lieferten nützliche und nutzbare Ergebnisse, die es Organisationen ermöglichen, den sich ergebenden Nutzen ihres ECS zu verstehen und zu überwachen. Mit Ausbruch der COVID-19-Pandemie wurde dieses Thema noch relevanter, da ECS notwendig wurden, um die notwendige verteilte und hybride Arbeit zu unterstützen. Die Forschungsergebnisse liefern auch wichtige theoretische Konzepte und Analysemethoden, darunter das MoBeC-Framework, Social Collaboration Analytics und Benefits Scorecards. Diese bilden die Grundlage für weiterführende Forschungsprojekte zur Untersuchung der Transformation digitaler Arbeit und der Entwicklung eines neuen Forschungszweigs im Bereich der Spurenanalyse und Kollaborationsanalyse im weiteren Sinne.

Link zum Abschlussbericht

https://opus4.kobv.de/opus4-uni-koblenz/frontdoor/index/index/docId/2604

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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