Sahib Ram's adaptation of the the Ahlaq-i Muhsini. A case study of Indo-Persian cultural transfer in 19th century India (II).
Final Report Abstract
Der persische Fürstenspiegel Aḫlāq-i Muḥsinī des Universalgelehrten Ḥusayn Vāʿiẓ Kāšifī (1436/37–1504/5) entstand in der Timuridenzeit in Herat Anfang des 16. Jahrhunderts. Das Werk besteht aus vierzig Kapiteln, von denen jedes einer Eigenschaft des idealen Herrschers oder einer Qualität der Staatskunst gewidmet ist. Es wurde in verschiedenen Teilen der islamisch geprägten Welt rezipiert und auch in Südasien. Die Popularität des Aḫlāq-i Muḥsinī reicht bis in die Kolonialzeit, wovon zahlreiche Lithographien und auch englische Übersetzungen von Auszügen zeugen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Fürstenspiegel unter der Patronage des Dogra-Thronfolgers Ranbir Singhs (1830–1885) vom kaschmirischen Gelehrten Sāhibrām als Vīraratnaśekharaśikhā ins Sanskrit übertragen. Dieser Text wurde nicht nur nie gedruckt, sondern auch weitgehend vergessen. Die Indologie hat solche Sanskritwerke des 19. Jhs gerne als »spät« und epigonenhaft gebrandmarkt und nicht weiter beachtet. Mit der in wenigen Monaten bei Heidelberg Asian Studies Publishing (HASP) erscheinenden Publikation: Ranbir Singhs Juwelenbrosche und Aigrette liegt nun eine Erstbearbeitung, also Erstedition und Erstübersetzung dieses Sanskritwerks vor, welches seine Vorlage bisweilen übersetzt, meist aber üppig ausgestaltet. Da derart detaillierte Untersuchungen zu Übersetzungen aus dem Persischen ins Sanskrit bisher nicht vorhanden sind, stellt dies ein völliges Novum dar.
Publications
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Dankbarkeit für das „Geschenk der Herrschaft“. Idealtypische Darstellung des Herrschers in Sāhibrāms Adaption des Aḫlāq-i Muḥsinī. Im Rahmen des Sonderforschungsbereichs: Macht und Herrschaft – Vormoderne Konfigurationen in transkultureller Perspektive. Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn: 02.11.2016.
Anna Martin & Maximilian Mehner
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Vīraratnaśekharaśikhā: Sāhibrām’s adaptation of Kāšifī’s Aḫlāq-i Muḥsinī. Translation and the language of Islam: Indo-Persian tarjuma in a comparative perspective (4th Perso-Indica Conference). EHESS, Centre d’Etudes de l’Inde et de l’Asie du Sud (CEIAS), Paris: 09.12.2016.
Anna Martin & Maximilian Mehner
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Neo-hinduistische Umdeutung oder kultureller Transfer? Sāhibrāms Sanskrit-Version des Aḫlāq-i Muḥsinī im Kaschmir des 19. Jahrhunderts. Philipps-Universität Marburg: 16.05.2017.
Anna Martin & Maximilian Mehner
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Texttransfer als Umdeutung? Sāhibrāms Rezeption des Aḫlāq-i Muḥsinī im Kaschmir des 19. Jahrhunderts. 33. Deutscher Orientalistentag. Friedrich-Schiller-Universität Jena: 19.09.2017.
Anna Martin & Maximilian Mehner
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Rooting the Aḫlāq-i Muḥsinī in Sanskritic traditions 1: Sāhibrām’s 19th century adaptation Vīraratnaśekharaśikhā and its techniques. In: Young researchers’ Indo-Persian Workshop. EHESS Marseille: 24.05.2023.
Maximilian Mehner
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Rooting the Aḫlāq-i Muḥsinī in Sanskritic traditions 2: Sāhibrām’s 19th century adaptation Vīraratnaśekharaśikhā and its method. In: Tenth European Conference of Iranian Studies ECIS 10. Universiteit Leiden: 22.08.2023.
Maximilian Mehner
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Sāhibrām’s Vīraratnaśekharaśikhā, his method and techniques of adapting the Aḫlāqi Muḥsinī in 19th century Kashmir. Virtueller Gastvortrag an der Tokyo University of Foreign Studies: 07.11.2023.
Maximilian Mehner
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Vāʿiẓ Kāšifī’s Main Source in the Composition Aḫlāq-i Muḥsinī. In: Tenth European Conference of Iranian Studies ECIS 10. Universiteit Leiden: 22.08.2023.
Reza Pourjavady
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Ranbir Singhs Juwelenbrosche und Aigrette (2 Bände). Heidelberg: HASP 2025.
Maximilian Mehner & Reza Pourjavady
