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Biomimetische Antennenkonzepte für winkelgebende Millimeterwellensensoren, Fortsetzungsantrag

Fachliche Zuordnung Elektronische Halbleiter, Bauelemente und Schaltungen, Integrierte Systeme, Sensorik, Theoretische Elektrotechnik
Förderung Förderung von 2016 bis 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 315290836
 
Erstellungsjahr 2023

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Ziel des Projektes war die Entwicklung eines allgemeinen Modells von biomimetischen Antennenarrays (BMAAs), der Aufbau mehrerer Realisierungen und deren Einsatz im Radarbetrieb. Das erarbeitete verallgemeinerte Modell, inklusive Entwurfsprozesses, erlaubt eine effiziente Implementierung von BMAAs, ohne die Wahl der Antennenelemente und Nutzfrequenzen einzuschränken. Modell und Modenanalyse konnten auf eine beliebige Anzahl an Antennenelementen erweitert werden. Durch biomimetische Antennenkopplungen können im bistatischen MIMO-Radarbetrieb Nebenkeulenniveaus gesenkt, Mehrdeutigkeiten der Winkelschätzung reduziert, das Strahlungsdiagramm geformt und somit die Hauptkeulenbreite reduziert werden. Für monostatische Aufbauten kann durch das biomimetische Wirkprinzip inhärente Redundanz in der virtuellen Apertur entfernt und Mehrdeutigkeiten in der 2D-Winkelschätzung eliminiert werden. Es konnte mit Messungen von Demonstratoren bei 20GHz und 160GHz gezeigt werden, dass die Winkelschätzgenauigkeit für eine festgelegte Aperturgröße verbessert werden kann. Alternativ kann ein Array bei gleichbleibender Winkelperformance kompakter aufgebaut werden, um z.B. Chip-Fläche zu sparen. Biomimetische Mehrkanal-Arrays zeigten eine verbesserte Winkeltrennfähigkeit. BMAAs mit elektrisch steuerbaren, diskreten Bauteilen können ihre Charakteristik an das Szenario anpassen und erlauben adaptive Winkelschätzung. Teile dieser Ergebnisse wurden mit dem IEEE APS Piergiorgio L. E. Uslenghi Letters Prize Paper Award ausgezeichnet.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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