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SFB 1292:  Gezielte Beeinflussung von konvergierenden Mechanismen ineffizienter Immunität bei Tumorerkrankungen und chronischen Infektionen

Fachliche Zuordnung Medizin
Biologie
Förderung Förderung seit 2018
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 318346496
 
Krebs und chronische Infektionen haben Mechanismen entwickelt, um einer zielgerichteten Imunnabwehr zu entgehen. Mit der Erforschung solcher Mechanismen und der Entwicklung von Antikötpern, die Immun-Checkpoints blockieren, konnten erste bahnbrechende Erfolge in der Behandlung solcher Erkrankungen erzielt werden. Die Komplexität dieser Mechanismen und das unvollständige Wissen über die zugrundeliegenden molekularen Mechanismen verhindern leider bis heute die Heilung solcher Erkrankungen bei allen Betroffenen. Trotzdem zeigen diese ersten Ansätze, dass die Entschlüsselung solcher Immunevasionsmechanismen, die Entwicklung maßgeschneiderter Immuntherapien erlaubt, welche die Grenzen zwischen Onkologie und Infektiologie überschreiten. Unser Ziel ist es, solche konvergierenden Immunevasionsmechanismen von Tumoren und chronischen Infektionen zu identifizieren und für die Entwicklung innovativer Therapieansätze für die Gesellschaft bereitzustellen. Dabei wollen wir krankheitsorientierte Forschung mit präklinischen Tiermodellen und molekularer Systemimmunologie verbinden, um die pathophysiologischen Prozesse zu entschlüsseln, die ineffizienten Immunantworten in Tumoren und chronischen Infektionen zugrunde liegen. Schlüsselmechanismen, die zu solchen mangelhaften Immunantworten beitragen, sind z.B. die Behinderung der Erkennung von Antigenen, die Modulation von Zytokinen und löslichen Mediatoren sowie die Manipulation von Signaltransduktionskaskaden. Therapeutische Eingriffe in diese Mechanismen, z.B. durch die Verwendung von Antikörpern, zielen darauf ab, die Immunabwehr wiederherzustellen. So gelang es im Rahmen des SFBs bedeutende Erkenntnisse zu den molekularen Mechanismen des Tunormetabolismus und der Gewebeansäuerung zu erzielen, sowie Fortschritte bei der Rolle von Koagulationsproteasen in der Regulierung der antiviralen Immunantwort zu entschlüsseln. Darüber hinaus haben wir Inhibitoren identifiziert, die Signaltransduktionswege, sowohl bei der Bildung von Metastasen als auch der Virusreplikation beeinflussen. Unsere Forschung hat gemeinsame molekulare Programme in regulatorischen T-Zellen identifiziert, die Effektorfunktionen einer Vielzahl verschiedener Immunzellen in Tumoren, in infiziertem und gesundem Gewebe regulieren. Auch diese Mechanismen liefern die Basis für innovative Therapieansätze. Zudem haben wir beobachtet, dass das Mikrobiom zur Produktion von basalen Mengen von Typ-I-Interferonen beiträgt und so für die funktionelle Aktivierung von angeborenen Immunzellen und die anschließende Initialisierung von adaptiven Immunantworten von zentraler Bedeutung sind. Unsere Ergebnisse bieten ein hohes Potenzial für die klinische Translation und ermöglichen Synergien mit bestehenden Immuntherapien. Eine Vielzahl klinischer Studien wurden auf der Grundlage dieser Ergebnisse initiiert. Aufbauend auf diesem Erfolg wollen wir auch weiterhin die Mechanismen analysieren, die potenziell sowohl in Tumoren als auch in chronischen Infektionen Immunevasionsmechanismen ermöglichen.
DFG-Verfahren Sonderforschungsbereiche

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Antragstellende Institution Johannes Gutenberg-Universität Mainz
 
 

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