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Forensische Toxikologie in Deutschland und Frankreich im 19. Jahrhundert: Methodenentwicklung im juristischen Kontext

Fachliche Zuordnung Wissenschaftsgeschichte
Förderung Förderung von 2018 bis 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 391910812
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das Projekt untersuchte die Methodenwahl in der forensischen Toxikologie des 19. Jahrhunderts im deutsch-französischen Vergleich. Ziel war es, die Kontextabhängigkeit wissenschaftlicher Methodenwahl nachzuvollziehen und mit dem Konzept epistemischer Werte zu beschreiben. Die Anwendung chemischer Analysen in Giftmordprozessen diente als Beispiel für die Anpassung wissenschaftlicher Kriterien zur Methodenwahl an den, in diesem Fall juristischen, Anwendungskontext. Methoden dienten dabei nicht nur einem Erkenntniszweck für eine spezifische Analyse, sondern in gewisser Form als rhetorisches Mittel vor Gericht. Neben einer richtig durchgeführten Analyse, war es das Kernziel der Methodenwahl, die chemischen Laien vor Gericht (Richter, Anwälte, Geschworene) zu überzeugen und damit die Autorität der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu untermauern.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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