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Hybrider parallel-elastischer Aktor für die Rehabilitation der unteren Extremität

Fachliche Zuordnung Biomedizinische Systemtechnik
Förderung Förderung von 2018 bis 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 392037132
 
Erstellungsjahr 2022

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das übergeordnete Ziel des DFG-NSFC-Projekts HYPACAl war die Entwicklung von Methoden zur Entwicklung und Steuerung hybrider parallel-nachgiebiger Antriebe für die Rehabilitation der unteren Gliedmaßen. Zu diesem Zweck wurde das Projekt in 6 WPs unterteilt, von der Anforderungsanalyse über die mechanische und elektrische Entwicklung der Prototypen, den Reglerentwurf bis hin zur Evaluation. Bei der Anforderungsanalyse führten wir Referenzmessungen an gesunden Probanden im Motion-Capture-Labor durch, um allgemeine und spezifische Anforderungen für alle drei Hauptkomponenten abzuleiten: den Aktor, die parallele elastische Komponente und die Exoskelettstruktur. Die deutsche und die chinesische Forschungsgruppe verfolgten unterschiedliche Ansätze für den PEA: Zugfedern und flache Spiralfedern. Zwei Prototypen eines Exoskeletts mit PEA wurden am MedIT und an der Tsinghua-Universität unabhängig entwickelt. Es wurden mathematische Modelle entwickelt, die die Dynamik der Aktuatoren, des Exoskeletts und die Kinematik des menschlichen Gangs sowie eine neue Methode zur Identifizierung der Modellparameter umfassen. Beide Gruppen verfolgten unterschiedliche Steuerungsansätze von der Aktuatorenebene bis hin zum gesamten Exoskelett beim Sit-to-Stand und beim periodischen Gang. Wir konnten die Wirkung von PEA für Exoskelettanwendungen nachweisen: eine erhebliche Verringerung der Spitzenleistung, der Schrittenergie und des Spitzenstroms. Die Spitzenleistung wurde bei einer Gehgeschwindigkeit von 0,31 m/s um fast 40 % reduziert. Darüber hinaus wurden die Vorteile einer Hybridsteuerung zwischen Exoskelett und FES untersucht und demonstriert. Es wurde ein Echtzeitsystem zur Steuerung des Exoskeletts und des FES-Geräts von Hasomed implementiert. Wir haben Steuerungen für zwei Szenarien entwickelt: Steuerung des Sprunggelenks mit FES während des periodischen Gehens mit dem Exoskelett und hybride Steuerung des Rectus femoris durch Nutzung von FES zur Reduzierung der erforderlichen motorischen Spitzenleistung in der Aufstehbewegung. Die Ergebnisse wurden in acht wissenschaftlichen Fachzeitschriften und auf fünf Konferenzen veröffentlicht.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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