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Zug-Druckasymmetrie in Fe-Ni-Co-Al-X (X=Nb, Ti, Nb-Ti) Formgedächtnislegierungen - Einfluss von nanoskaligen Ausscheidungen auf die funktionalen Eigenschaften

Antragsteller Dr.-Ing. Philipp Krooß
Fachliche Zuordnung Metallurgische, thermische und thermomechanische Behandlung von Werkstoffen
Förderung Förderung von 2019 bis 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 405372848
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Formgedächtnislegierungen (FGL) auf Eisenbasis (Fe-Basis), insbesondere die Legierung Fe- Ni-Co-Al-X (X= Ta, Ti, Nb, Ti-Nb), zeigen ein großes Potenzial im Hinblick auf die funktionalen Eigenschaften bei gleichzeitiger Kosteneffizienz. Ni-Ti, stellvertretend für ein konventionelles Legierungssystem, ist in Bezug auf die Kosten für die einzelnen Legierungselemente und die Verarbeitung teurer. Dies macht FGL auf Fe-Basis für viele industrielle Anwendungen attraktiv. In den meisten Studien wurden die Auswirkungen der Zug-Druck-Asymmetrie und der Orientierungsabhängigkeit in quasi-statischen Tests untersucht. Einige wenige Studien untersuchten die Auswirkungen der γ'-Ausscheidung auf die funktionellen Eigenschaften und die Funktionale Ermüdung in dem System Fe-Ni-Co-Al-Ta. Das übergeordnete Ziel dieses Projekts war es, ein umfassendes Verständnis der Wärmebehandlungsparameter zu erlangen, die die Eigenschaften dieser Funktionswerkstoffe auf Fe-Basis beeinflussen. Die funktionalen Eigenschaften von FGL auf Fe-Basis werden durch kritische Ausscheidungsparameter bestimmt. Daher lag der Schwerpunkt auf der Identifizierung vielversprechender Wärmebehandlungsstrategien, um die Ausscheidungsparameter so einzustellen, dass die funktionelle Performanz im Legierungssystem Fe-Ni-Co-Al-X (X= Ta, Ti, Nb, Ti-Nb) verbessert wird. Ziel war es, eine neue Familie von Ausscheidungen zu entwickeln, die einen Kern-Schale-Charakter aufweisen, d. h. sie zeigen einen chemischen Gradienten zwischen dem Kern und der Schale einer Ausscheidung. In einem ersten Schritt wurden die Auswirkungen der verschiedenen Wärmebehandlungen zur Einführung fein verteilter Ausscheidungen und die daraus resultierende martensitische Umwandlung untersucht. Im zweiten Schritt wurden die vielversprechendsten Ausscheidungsparameter des Legierungssystems abgleitet und an das Fe-Ni-Co-Al-Ti-Nb-System angepasst. Eine zweistufige Auslagerungsmatrix mit unterschiedlichen Temperaturniveaus und Auslagerungszeiten wurde verwendet, um die Ausscheidung mit einer Kern-Schale-Struktur zu fördern, da die Diffusionskoeffizienten von Nb und Ti unterschiedlich sind. Die treibende Kraft der freien Gibbs-Energie für die martensitische Umwandlung wird durch eine systematische Variation der Ausscheidungseigenschaften, die umgebenden Spannungsfelder und die lokale Chemie sowohl der Ausscheidungen als auch der Matrix beeinflusst.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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