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Aktivierung stickstoffmodifizierter Kohlenstoffmaterialien mit KOH: Untersuchungen zum Porenbildungsprozess sowie zum Stickstoffaustrag

Fachliche Zuordnung Technische Chemie
Herstellung und Eigenschaften von Funktionsmaterialien
Förderung Förderung von 2019 bis 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 405653205
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Im Rahmen dieses Projekts wurden die Kohlenstoffquelle, der Harnstoffgehalt, die KOH-Konzentration und die Karbonisierungstemperatur bei der Synthese von porösen, stickstoffdotierten Kohlenstoffmaterialien variiert, um die Rolle des Stickstoffs während der Aktivierung auf die Bildung von Porosität und umgekehrt den Einfluss der KOH-Aktivierung auf den Gehalt von Stickstoff in Kohlenstoffmaterialien zu erklären. Ergänzend dazu wurde die Aktivierung ausgehend von Zwischenprodukten der KOH-Aktivierung untersucht. Es wurde festgestellt, dass die Bildung von Porosität in den Kohlenstoffen durch die KOH-Aktivierung stark vom Stickstoffgehalt des Ausgangsmaterials beeinflusst wird. Es wurde dabei eine direkte Proportionalität zwischen Stickstoffgehalt des Ausgangsmaterials und erzeugtem Porenvolumen gefunden. Ein hoher Stickstoffgehalt führt zu einer hohen Menge an instabilen Stickstoffgruppen, die durch die Einwirkung von KOH als gasförmige Spezies (NH3, HCN, N2) ausgetragen werden. Der Austrag stickstoffhaltiger Gruppen allein erklärt jedoch die Bildung der Porosität nur zu maximal 10%. Die Hauptwirkung der Stickstoffspezies im Kohlenstoffmaterial besteht im Katalysieren von während des Aktivierungsprozesses ablaufenden Redoxreaktionen zwischen Kohlenstoff und CO2 bzw. H2O und somit in der Vergasung fester Kohlenstoffspezies, was zur Bildung von Porosität führt.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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