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Untersuchung des Zusammenspiels zwischen Immunsystem und regulierten nekrotischen Zelltodereignissen hinsichtlich des Ischämie-Reperfusionsschadens bei Lebertransplantationen als Grundlage für die Entwicklung neuer Therapieansätze.

Fachliche Zuordnung Allgemein- und Viszeralchirurgie
Förderung Förderung von 2018 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 406231667
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Bei jeder Organtransplantation ist man neben der Abstoßungsreaktion auch mit der Schädigung des Organs durch Ischämie-Reperfusionsschäden (IRI; ischemia-reperfusion injury) konfrontiert. In 10-20% der Fälle führt dies zur Beeinträchtigung der Organfunktion und einem frühen Transplantatversagen. Diese Tatsache ist von höchster klinischer Relevanz, da v.a. durch eine mangelnde Spenderbereitschaft der Bedarf an Spenderorganen weit größer ist als die Zahl der zur Verfügung stehenden Organe. Die Situation des stetig zunehmenden Organmangels und der damit verbundenen langen Wartezeit erfordert es, die wenigen verfügbaren Organe durch Prävention des IRI optimal zu behandeln. Dadurch könnten auch sogenannte marginale Organe, welche ein höheres Risiko bergen einen schweren IRI (und damit eine schlechtere Transplantatfunktion) zu entwickeln, zum Einsatz kommen. Da es derzeit keine Medikamente gibt, um den IRI nach Organtransplantation zu minimieren, besteht in diesem Gebiet ein hoher medizinischer Bedarf neue gewebeprotektive Therapiestrategien zu entwickeln. Verschiedene Erkenntnisse deuten mittlerweile darauf hin, dass die Ferroptose – eine weit verbreitete Form des regulierten nekrotischen Zelltods – eine zentrale Ursache zahlreicher degenerativer Erkrankungen darstellt, einschließlich IRI und akutes Organversagen. Obwohl verschiedene Kennzeichen dieser Zelltodform bereits früher entdeckt wurden, wurde der Begriff Ferroptose erstmals 2012 als nicht-apoptotischer, metabolischer Zelltodmechanismus, der durch eine übermäßige, eisenabhängige Lipidperoxidation gekennzeichnet ist, formal eingeführt. Das durch die DFG geförderte Projekt hatte zum Ziel, die zugrunde liegenden Mechanismen der Ferroptose und die daraus resultierende Nekroinflammation bei der IRI-bedingten Leberschädigung zu untersuchen. Es galt außerdem zu klären, in wieweit die Aktivierung von Immunzellen mit dem ferroptotischen Zelltod zusammenhängt. Dies ist insbesondere deshalb wichtig, weil man für die Entwicklung einer Therapie wissen muss, ob zuerst die Ferroptose und dann die Immunzellaktivierung stattfindet oder umgekehrt. Hierzu wurde eine Kombination aus transgenen Mausmodellen und einem Liproxstatin der 2. Generation eingesetzt. Die Ergebnisse aus unserem Antrag zeigen deutlich, dass die Ferroptose ursächlich aus der Gewebeschädigung resultiert und die Infiltration von Effektor Immunzellen danach stattfindet. Daher ist die gezielte Modulation der Ferroptose durch spezifische Ferroptose Inhibitoren ein vielversprechender therapeutischer Ansatz für den IRI im Rahmen der Lebertransplantation, aber auch zur Behandlung bislang unheilbarer Erkrankungen.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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