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NG2 Gliazellen als Empfänger und Überträger neuronaler Netzwerk-Signale via lokal translatierter mRNS

Fachliche Zuordnung Molekulare Biologie und Physiologie von Nerven- und Gliazellen
Förderung Förderung von 2018 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 406931209
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Eine interessante Population von Gliazellen sind „Oligodendrocyte Precursor Zellen“ (OPCs), die typischerweise das NG2-Proteoglykan exprimieren und synaptische Verbindungen mit Neuronen bilden. Neben ihrer schon länger bekannten Funktion als Vorläuferzelle für Myelin-bildende Oligodendrozyten haben wir und Andere zusätzliche, wichtige Funktionen der OPCs identifiziert: die Synthese von neuromodulatorischen Faktoren sowie die Fähigkeit, die glutamaterge Signaltransduktion benachbarter Neurone über eine Freisetzung der Ectodomäne ihres NG2-Proteins, das an angrenzende Neurone bindet, zu modulieren. Viele Zelltypen können ihre mRNA auch lokal translatieren, was für zeitnahes Fine-tuning der lokalen Proteinsynthese notwendig und bedeutend ist. So z.B. kann die m-RNA für Aktin an der „leading edge“ eines Fibroblasten translatiert werden. Außerdem findet lokale mRNA-Translation auch an den Synapsen, also an der Kontaktstelle zu den Neuronen, statt. Dort befinden sich viele lokale m-RNAs, die als Reaktion auf spezifische synaptische Signale über den Mechanismus der lokalen Translation „on demand“ Proteine translatieren können. Vor dieser lokalen Translation muss die m-RNA zunächst an einen spezifischen Ort transportiert werden, wo sie bis zu ihrer weiteren Verwendung gespeichert wird. Hauptziel unseres Projekts war es, die lokalen m-RNAs in den Zellfortsätzen und Synapsen der NG2-Zelle zu charakterisieren. Außerdem wollten wir die Regulation der lokalen m-RNA Translation in ein Protein als Antwort auf neuronale Netzwerksignale untersuchen. Dazu haben wir die drei folgenden Kandidaten untersucht: „Histone 3.3a“ sowie „Olig1“ und „Olig 2“, hatten wir bereits in Voruntersuchungen entdeckt. Akut isolierte NG2+ Zellen aus frühen postnatalen Mausgehirnen wurden mittels „in situ Hybridizierung” (FISH) untersucht. Damit konnten wir zeigen, dass sowohl Histone 3f3a- mRNA als auch Olig 1- und Olig 2- mRNAs und Ribosomen in Zellfortsätzen lokalisiert ist. Diese an den Zellfortsätzen lokalisierten mRNAs konnten wir ebenfalls an fixierten Hirnschnitten der juvenilen Mäuse visualisieren. Außerdem haben wir definierte Stimulationsbedingungen identifiziert, bei denen die Proteine aus lokalen mRNAs in NG2-Zellkulturen gebildet wurden. Nicht zuletzt konnten wir einen potentiellen Proteinpartner identifizieren, der an die Histone-mRNA bindet sowie seine Funktion reguliert.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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