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Entwicklung realistischer Angriffsszenarien bei der Zusammenführung personenbezogener Daten und Algorithmen zur Verhinderung solcher Angriffe

Fachliche Zuordnung Empirische Sozialforschung
Förderung Förderung von 2019 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 407023611
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Gegenstand des Projekts waren Angriffe gegen Verfahren, bei denen mehrere Datenbanken mit personenbezogenen Daten über spezielle Record-Linkage-Verfahren (’privacy-preserving record-linkage’, PPRL) zusammengeführt werden. Zunächst wurde die Effektivität der bisherigen Angriffe unter realistischeren Bedingungen, als sie in den Szenarien der Literatur üblich sind, untersucht. Hierzu gehört insbesondere die Annahme, dass der Angreifer einen Klartextdatensatz mit identischer Häufigkeitsverteilung der Identifikatoren besitzt. Unter solchen realen Bedingungen sind die Erfolgswahrscheinlichkeiten deutlich kleiner. Ebenso konnte gezeigt werden, dass die Erfolgswahrscheinlichkeiten eines Angriffs durch die Verwendung subgruppenspezifischer Verschlüsselungen (’Salting’) deutlich gesenkt werden können. Im Anschluss daran wurde ein neues PPRL-Verfahren entwickelt, das durch die Anwendung einer klassischen Idee der Kryptographie, der Diffusion, zu einer deutlich größeren Sicherheit gegenüber Angriffen führt. Im Rahmen dieser Arbeit liegen die ersten analytischen Abschätzungen der Sicherheit solcher Verfahren im Allgemeinen vor. Schließlich konnte gezeigt werden, dass das von den deutschen Krebsregistern verwendete Verfahren empfindlicher gegenüber nahezu trivialen Angriffen ist, als es die bisherigen Publikationen erwarten ließen.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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