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Änderungen der Pflanzendiversität auf dem südöstlichen Tibet-Plateau und ihre Antriebsfaktoren über die letzten 21000 Jahre

Antragsteller Dr. Stefan Kruse
Fachliche Zuordnung Paläontologie
Ökologie und Biodiversität der Pflanzen und Ökosysteme
Förderung Förderung von 2019 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 410561986
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Auf dem Tibetischen Plateau gibt es viele verschiedene Pflanzenarten, besonders in der alpinen Stufe. Diese Pflanzenvielfalt ist durch verschiedene Faktoren bedroht, zum Beispiel durch den Klimawandel, natürliche Störungen und die menschliche Landnutzung. Um wirksame Schutzstrategien zu entwickeln, müssen wir verstehen, welche Faktoren für die Pflanzenvielfalt verantwortlich sind. Dafür haben wir einen paläoökologischen Ansatz gewählt. Wir haben uns auf das Spätglazial und das Holozän konzentriert, da es in dieser Zeit zu großen Veränderungen des Klimas und der Vegetation kam. Wir haben zusätzliches Probenmaterial von repräsentativen Orten auf dem Tibetischen Plateau gesammelt. Damit wollen wir mehr über den Zusammenhang von Pflanzenvielfalt und anderen Umweltfaktoren erfahren. Außerdem haben wir Daten aus dem östlichen Tibetischen Plateau und den umliegenden Gebieten zusammengetragen. Wir haben untersucht, welche Pflanzen früher an diesen Orten wuchsen. Dafür haben wir Pollenanalysen und alte DNA aus den Sedimenten von Seen verwendet. Wir haben auch untersucht, wie sich das Klima früher verändert hat. Dazu haben wir natürliche Störungen und Veränderungen in der Landnutzung betrachtet. Damit tragen wir zum Verständnis bei, wie verschiedene Faktoren wie Vegetation, Klima und Landnutzung die Vielfalt von Pflanzen beeinflussen. Wenn die Faktoren mit dem größten Einfluss zu stark werden, kann das zu großen und möglicherweise nicht umkehrbaren Verlusten der biologischen Vielfalt führen. Unsere Forschung zeigt auf, wie sich die Pflanzenvielfalt auf dem tibetischen Plateau langfristig verändert. Wir wollen mehr Menschen dafür sensibilisieren, wie wichtig es ist, die dort vorkommenden, einzigartigen Ökosysteme zu erhalten. Mit unseren Forschungen die Bedrohungen besser zu verstehen denen es ausgesetzt ist, können wir zu einem breiteren Dialog über die Erhaltungsbemühungen beitragen. Wir hoffen, dass dies durch Politiker und Naturschützer aufgegriffen werden kann und hilft, sich der Frage anzunähern, wie die Pflanzenvielfalt in Tibet am besten geschützt werden kann.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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