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Wissenschaftliches Netzwerk: Body-Exposure – Attention Modification (BEAM)

Fachliche Zuordnung Persönlichkeitspsychologie, Klinische und Medizinische Psychologie, Methoden
Förderung Förderung von 2018 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 419333230
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das Netzwerk hatte als erstes Ziel, den Stand der Forschung zur Wirksamkeit und den Wirkmechanismen von Körperkonfrontation zusammenzustellen, Forschungslücken herauszuarbeiten und eine systematische zukünftige Forschungsplanung vorzuschlagen. Ein zweites Ziel war das Ausmaß der aktuellen Anwendung von Körperkonfrontation zu erfassen und erste Maßnahmen zu einer vermehrten Anwendung umzusetzen. Zwei wissenschaftlicheArtikel lieferten Hinweise auf die Wirksamkeit von Körperkonfrontation bei Risikostichproben mit erhöhter Körperunzufriedenheit sowie Menschen mit psychischen Störungen. Die Papers zeigten allerdings auch, dass weder Aussagen zur vergleichenden Wirksamkeit der unterschiedlich angewendeten Formen an Körperkonfrontation noch zu den zugrundeliegenden Wirkmechanismen und moderierenden oder meditierenden Faktoren getroffen werden können. Aus diesen Befunden entstanden Vorstudien und daraus wiederum Sachbeihilfeanträge an die DFG mit dem Ziel die identifizierten Forschungslücken zu schließen. Ein Forschungsstrang fokussierte auf den Vergleich verschiedener Arten der Verbalisation (d.h. Beschreibung der positiven vs. negativen Aspekte der einzelnen Körperteile) während der Körperkonfrontation. Ein zweiter Forschungsstrang betrachtete den Vergleich verschiedener Arten des Aufmerksamkeitsfokus (ausschließlich auf positiv vs. negativ wahrgenommene Körperteile) während der Körperkonfrontation. Und ein dritter Forschungsstrang untersucht mit dem Schlaf eine Wirkvariable, die die Wirksamkeit der Körperkonfrontation verbessern könnte. In einem weiteren Projekt wurde bei approbierten Kolleg*innen das Ausmaß der Anwendung von Körperkonfrontation aber auch wahrgenommene Hindernisse erfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der teilnehmenden Psychotherapeut*innen Körperkonfrontation in ihrer therapeutischen Arbeit für Patient*innen mit Essstörungen nutzt und findet, dass die Mehrheit ihrer Patient*innen deutlich von der Anwendung von Körperkonfrontation profitiert. Allerdings wurde auch deutlich, dass es ein beträchtliches Potenzial gibt, durch z.B. Trainingsangebote, die Anwendung der Körperkonfrontation zu fördern und damit den Therapiegewinn für Patient*innen mit Essstörungen zu optimieren. Parallel haben wir Trainingsvideos erstellt, einen Workshop an einer Konferenz angeboten und eine Webseite mit den grundlegenden Informationen zu Körperkonfrontation erstellt. Insgesamt hat die Zusammenarbeit im Netzwerk signifikant zu einer Systematisierung des Forschungsstands für die Gruppe und das Feld beigetragen und hat zur Entwicklung mehrerer bilateraler kooperativer Projekte geführt, die dazu beitragen werden, die bestehenden Forschungslücken systematisch zu schließen. Außerdem konnten Hindernisse für die Anwendung von Körperkonfrontation erfasst werden und mittels Workshops, Online-Trainings und einer Webseite erste Hürden abgebaut und Verbesserungen für die weitere Verbreitung der wirksamen Technik geleistet werden.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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