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Additiv gefertigte temperatursensitive Aktoren aus mit Formgedächtnisdraht funktionalisierten Polymerstrukturen

Fachliche Zuordnung Kunststofftechnik
Herstellung und Eigenschaften von Funktionsmaterialien
Förderung Förderung von 2019 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 422469945
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Ziel des Projektvorhabens war die additive Fertigung eines temperatursensitiven Aktors auf Basis einer mit Formgedächtnislegierungen funktionalisierten Polymerstruktur. Dafür wurde im ersten Schritt eine Werkstoffauswahl durchgeführt. Nach Abschluss der mechanischen und thermischen Charakterisierung der in Frage kommenden Matrixmaterialien, wurde sich für TPU entschieden. Ausgehend von den Prozessrahmenbedingungen wurde ein NiTi- Draht (äquiatomar) gewählt. Im zweiten Schritt wurde eine Vorrichtung entwickelt, um die ausgewählten Drähte manuell und unter Zugspannung im additiven Fertigungsverfahren des Arburg Kunststoff-Freiformens in die Polymermatrix einzubetten. Der gefertigte Verbund wurde mechanisch charakterisiert, wobei das besondere Augenmerk auf den Grenzflächeneigenschaften lag. Zudem war es mit der Vorrichtung bereits möglich eine einfach Aktorgeometrie zu fertigen, die im Folgenden charakterisiert wurde, wobei der besondere Fokus auf der Quantifizierung der Aktorfunktion lag. Parallel dazu wurde eine Modellierung erstellt, die die Aktorfunktion abbildet und weiteren Aufschluss über die Spannungs- und Temperaturverteilung im Verbund gab. Im Anschluss wurde der Fertigungsprozess in der Hinsicht erweitert, dass die Drahtablage nun automatisiert und unter Zugspannung während des Druckprozesses des Polymers stattfand. Die in diesem Verfahren hergestellten Aktorproben wurden anschließend erneut hinsichtlich ihrer Funktion sowie den Ermüdungseigenschaften der Funktion charakterisiert. Abschließend wurde mittels Computertomographie ein Rekonstruktionsmodell der Proben erstellt und dieses mit dem CAD-Modell, welches dem freeformer für die Fertigung übergeben wurde, verglichen. Auf diese Weise war es möglich Soll-Ist-Abweichungen zu detektieren, um den Fertigungsprozess zu optimieren.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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