Detailseite
Projekt Druckansicht

Die Kommunikation der Präsynapse mit dem Zellkern bei Lern- und Gedächtnisprozessen

Fachliche Zuordnung Molekulare Biologie und Physiologie von Nerven- und Gliazellen
Förderung Förderung von 2019 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 424092638
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Synaptische Signale müssen zum Zellkern durchgestellt werden um eine genomische Antwort und Veränderungen der Transkription von plastizitätsrelevanten Genen auszulösen. Auf Grund ihrer langen Fortsätze stellt dies für Nervenzellen eine Herausforderung dar. Die Antragsteller konnten in ihren vorherigen Arbeiten zeigen, dass diese Kommunikation auch über den makromolekularen Transport von Proteinen erfolgt. Mit Hilfe von neuen transgenen Mausmodellen haben die Antragsteller eine neue Hypothese zur Rolle der Kommunikation der Präsynapse mit dem Zellkern bei Lern- und Gedächtnisprozessen getestet. Im Mittelpunkt des Projekts stand eine molekulare Hypothese, die das Protein Importin β1 in das Zentrum eines Signalweges von hippokampalen Moosfaser-Synapsen zum Zellkern in Körnerzellen des Gyrus Dentatus stellt. Wir haben geprüft ob Importin β1 für den retrograden Transport des synapto-nukleären Proteinmessengers Jacob verantwortlich ist und ob die nachfolgende Transkriptionsregulation relevant für hippokampale Lern- und Gedächtnisprozesse ist. Zu unserer Überraschung haben wir festgestellt, dass Importin ß1 sehr wahrscheinlich eine präsynaptische Funktion für die Freisetzung von synaptischen Vesikeln an Moosfaser-Synapsen hat. Diese ist ein völlig neuer Aspekt seiner zellulären Funktion in Nervenzellen.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

Zusatzinformationen

Textvergrößerung und Kontrastanpassung