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Einsamkeit in Partnerschaften: Eine dyadische Untersuchung von Kurz- und Langzeitdynamiken

Fachliche Zuordnung Persönlichkeitspsychologie, Klinische und Medizinische Psychologie, Methoden
Förderung Förderung von 2019 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 424470289
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Einsamkeit entsteht, wenn Menschen eine Diskrepanz zwischen dem individuell gewünschten und dem aktuell erlebten Ausmaß an Intimität und Nähe in sozialen Beziehungen wahrnehmen. Zahlreiche Studien haben konsistent gezeigt, dass Partnerschaften zu den wirksamsten Schutzfaktoren gegen Einsamkeit zählen. Neuere Befunde deuten jedoch darauf hin, dass Partnerschaften auch Einsamkeit fördern können, beispielsweise bei geringer Beziehungsqualität. Im Rahmen des Projekts wurden interpersonale Aspekte von Einsamkeit in Partnerschaften über längere und kürzere Zeiträume hinweg untersucht. Ein weiterer Fokus lag auf der Messbarkeit von Einsamkeit im Kontext von Partnerschaften. Die Ergebnisse zeigen, dass Einsamkeit mit hoher Genauigkeit von Partner:innen wahrgenommen werden kann – weitgehend unabhängig von der konkret eingesetzten Messmethode. Darüber hinaus wurden moderne Analysemethoden (z. B. das Actor-Partner Interdependence Model auf Grundlage der Item Response Theory) exploriert, die auch über das Projekt hinaus Anwendung finden können. Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse, dass die Messung von Einsamkeit in Partnerschaften ein komplexes Phänomen darstellt, das weiterer Forschung bedarf.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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