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Functional Biometrics – Körperreflektionen als neue Klasse der biometrischen Autentifizierungssysteme

Fachliche Zuordnung Bild- und Sprachverarbeitung, Computergraphik und Visualisierung, Human Computer Interaction, Ubiquitous und Wearable Computing
Förderung Förderung von 2019 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 426052422
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das Functional-Biometrics-Projekt führt eine neue Kategorie von biometrischen Verfahren ein, die Körperreaktionen zur Identifikation von Nutzern nutzt. Im Gegensatz zu traditionellen biometrischen Verfahren basiert die funktionale Biometrie darauf, wie der Körper auf externe Reize wie Schall, Wärme, visuelle Reize oder elektrische Signale reagiert. Diese Reaktionen werden analysiert und als biometrische Merkmale interpretiert, die sowohl vom Körper des Nutzers als auch von den bereitgestellten Reizen abhängen. Durch eine Änderung der Reize kann das biometrische Merkmal verändert werden, was einen erheblichen Fortschritt im Vergleich zu traditionellen biometrischen Verfahren wie Fingerabdrücken darstellt. Gleichzeitig verfolgt die Idee der funktionalen Biometrie das Ziel, implizit zu sein und den Nutzer nicht mit der zusätzlichen Aufgabe des Einloggens zu belasten. Das Potenzial der funktionalen Biometrie, traditionelle passwortbasierte Systeme zu ersetzen, ist besonders überzeugend, da es sowohl Sicherheits- als auch Nutzbarkeitsaspekte in einer zunehmend digitalisierten Welt adressiert. In diesem Projekt wurden mehrere Prototypen entwickelt, die den Einsatz verschiedener Reize und Sensormethoden als Biometrie erforschten. Dazu gehören Schallwellen, die durch den Körper wandern, Wärmeausbreitung und Reaktionen auf elektrische Muskelstimulation. Diese Experimente zeigten, wie funktionale Biometrie angewendet werden kann. Zusätzlich zu den auf der Haut basierenden Prototypen konzentrierte sich das Projekt auch auf funktionale biometrische Ansätze, die kognitive Aspekte einbeziehen. So wurden beispielsweise das Blickverhalten und die Kopfbewegungen der Nutzer als einzigartige biometrische Merkmale untersucht, die durch visuelle Reize (z. B. ein fliegendes Objekt in der virtuellen Realität) gesteuert werden.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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