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Co-doping von Übergangsmetallen in Lanthanoid-basierten Phosphoren zur Steigerung der Lichtemission als Grundlage für helle, abstimmbare Thermometer.

Antragsteller Professor Dr.-Ing. Frank Beyrau, seit 3/2022
Fachliche Zuordnung Technische Thermodynamik
Herstellung und Eigenschaften von Funktionsmaterialien
Förderung Förderung von 2019 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 426574030
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Lumineszenz-Thermometer auf der Basis von Lanthanid-Ionen können robuste, berührungslose Temperaturmessungen in Systemen ermöglichen, die ein breites Spektrum von Größenordnungen abdecken, von Nanothermometrie in biomedizinischen Anwendungen bis zur Abbildung der Oberflächentemperatur von Motorkomponenten. Dieses Projekt erforscht ein Konzept zur Entwicklung heller und temperaturempfindlicher Lumineszenz-Thermometrie auf Lanthanidenbasis, basierend auf der Zugabe optisch aktiver Übergangsmetall-Ionen. Es werden drei Systeme untersucht: Mn4+/Tb3+, V3+/Eu3+ und Cr3+/(Nd3+,Er3+): Das genutzte Übergangsmetall hat in jedem System einen spezifischen Einfluss auf die Temperatursensitivität. Kostengünstige Abbildungssysteme, die diese thermometrischen Mechanismen nutzen, werden ebenfalls vorgeschlagen und demonstriert. Um die Helligkeit zu bewerten wird eine Methode zur Bestimmung der absoluten Emissionsintensität von co-dotierten Partikeln auf Grundlage der Partikeldispersion angewandt. So kann unter anderem durch Co-Dotierung mit Cr3+ die Emissionsintensität von Nd3+ in YAG unter Weißlichtanregung um das 30-fache erhöht werden. Um weitere Einblicke in den Sensibilisierungsprozess zu gewinnen, wird eine Methode zur Bestimmung des Absorptionsquerschnitts des Sensibilisator-Ions vorgeschlagen und validiert. Sie kombiniert Messungen der absoluten Intensität und der Quanteneffizienz der Aktivatoremission bei Anregung im Sensibilisatorband. Bei der Untersuchung des Materials in Form von Pulver oder Suspension werden unterschiedliche Verstärkungsfaktoren beobachtet. Es konnte gezeigt werden, dass die Dotierstoffkonzentration, die die höchste Helligkeit liefert, signifikant unterschiedlich ist. Beim Vergleich der im Pulver gemessenen Helligkeit, der Quanteneffizienz und den Absorptionskoeffizienten zeigt sich, dass die Menge der absorbierten Photonen in den Pulvern nicht direkt proportional zum Absorptionsquerschnitt der lumineszierenden Partikel ist. Die sublineare Abhängigkeit folgt einem Exponenten von etwa 0,4. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei der Entwicklung heller Thermometer systematische Messungen im optisch dünnen Zustand in den Optimierungsprozess einbezogen werden sollten, wie zum Beispiel die in diesem Projekt vorgeschlagenen Methoden.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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