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Inclusive Education: International and Comparative Perspectives

Subject Area Education Systems and Educational Institutions
Term from 2019 to 2024
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 427476584
 
Final Report Year 2024

Final Report Abstract

Inklusive Bildung kann als internationales Paradigma bezeichnet werden, mit dem Teilhabe und Partizipation sowie Prozesse des Ein- und Ausschlusses in Bildungskontexten und darin eingelagerte Barrieren sowie Diskriminierungen in den Blick genommen werden. Dieses Paradigma hat zum einen Eingang in die Policies internationaler (Bildungs-)Organisationen, zum Beispiel der Europäischen Union, der OECD, der UNESCO oder auch der Weltbank, gefunden und zum anderen Sichtbarkeit durch internationale Vereinbarungen, zum Beispiel die Salamanca-Erklärung von 1994, die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen von 2006 und die Sustainable Development Goals der UN von 2018, erlangt. Dabei wird Inklusive Bildung auf nationaler und regionaler Ebene in differenten historisch entwickelten, kulturell ausgeprägten sowie normativ und rechtlich fundierten Bildungssystemen aufgenommen und in Praxis übersetzt. Im DFG geförderten wissenschaftlichen Netzwerk „Inklusive Bildung im internationalen Vergleich“ (2020-2024) haben (Nachwuchs-)Wissenschaftler:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz danach gefragt, wie Inklusive Bildung international vergleichend erforscht werden kann. Im Rahmen der gemeinsamen Arbeit im Netzwerk wurden unterschiedliche theoretische und/oder methodologische Zugänge vergleichend bearbeitet und mit Wissenschaftler:innen aus dem internationalen Raum diskutiert. Ausgewiesenes Ziel des Netzwerkes war die gemeinsame Entwicklung theoretischer und methodologischer Beiträge für eine international-vergleichende Forschung mit Fokus auf Inklusive Bildung, die bislang im deutschsprachigen Forschungsdiskurs wenig konturiert ist. Vor dem Hintergrund pandemiebedingter Herausforderungen konnten im Projektzeitraum die angestrebten Ziele in digitalen wie hybriden Netzwerktreffen verfolgt werden. Auch durch Impulse von ausgewiesenen Gastreferent:innen konnten die Netzwerkmitglieder grundlegende theoretische und methodologische Problemstellungen international vergleichender Inklusionsforschung vertiefen. So standen insbesondere Fragen der Datenund Wissensproduktion im Kontext international vergleichender Inklusionsforschung, des Umgangs mit Kategorien, der Normativität, der potenziellen Reifikation behinderungsbezogener Kategorien sowie übersetzungstheoretische Fragen im internationalen Vergleich im Vordergrund. Neben einem Handbuch zu Inklusiver Bildung im internationalen Kontext sind aus der Netzwerkarbeit weitere kooperativ angelegte Publikationen, Vorträge, Webdossiers sowie ein in Vorbereitung befindliches Special Issue im European Journal of Inclusive Education vorgegangen und es wurde fortwährend eine Internationalisierung des Netzwerks verfolgt.

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