Detailseite
Projekt Druckansicht

Entwicklung, Plastizitäz und Aufbau von Ensembles aus AcD-Zellen im Hippocampus

Antragstellerinnen / Antragsteller Privatdozent Dr. Martin Both; Dr. Maren Engelhardt
Fachliche Zuordnung Molekulare Biologie und Physiologie von Nerven- und Gliazellen
Förderung Förderung von 2019 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 427956063
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Der Hippocampus weist Netzwerk-Oszillationen auf, bei denen ausgewählte Gruppen von Neuronen (Ensembles) aktiviert werden und die Bildung und Konsolidierung des räumlichen Gedächtnisses unterstützen. Während dieses Prozesses erhalten sie verschiedenste synaptische Eingänge an ihren Dendriten, die im somato-dendritischen Kompartiment integriert werden und Aktionspotenziale (AP) erzeugen, sobald das Schwellenpotential am Axoninitialsegment (AIS) erreicht ist. Die kanonische Sicht ist, dass das AIS bei kortikalen Pyramidenzellen am Soma entspringt. Wir konnten jedoch zeigen, dass bei etwa 50 % der CA1-Pyramidenzellen im Hippocampus das Axon nicht vom Soma, sondern von einem basalen Dendriten (axon-carrying dendrite cells, AcD-Zellen) ausgeht. AcD- Zellen sind von Natur aus erregbarer, und der axontragende Dendrit stellt einen bevorzugten Eingangskanal in dieser Untergruppe von Zellen dar und könnte somit eine herausragende Stellung in der Rekrutierung von Pyramidenzellen in Ensembles innehaben. Dieses Projekt sollte verschiedene Aspekte dieser AcD Zellen und deren Funktion im Netzwerk untersuchen. Insbesondere sollte die Entwicklung von axontragenden Dendriten, deren plastischen Veränderungen und die dynamische Rekrutierung von AcD Zellen während unterschiedlicher Netzwerk-Oszillationen untersucht werden.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

Zusatzinformationen

Textvergrößerung und Kontrastanpassung