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Erforschung und Entwicklung heterogenitätssensibler Lernprozesse mit Kunst im Religionsunterricht. Eine empirische Untersuchung adaptiven Lernens

Fachliche Zuordnung Allgemeines und fachbezogenes Lehren und Lernen
Evangelische Theologie
Katholische Theologie
Förderung Förderung von 2019 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 428671669
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Angesichts der zunehmenden Heterogenität in Schulen verfolgt das Forschungsprojekt „Erforschung und Entwicklung heterogenitätssensibler Lernprozesse mit Kunst im Religionsunterricht. Eine empirische Untersuchung adaptiven Lernens (hekuru)“ das Ziel, heterogenitätssensible religionsdidaktische Ansätze für adaptives Lernen zu entwickeln und zu evaluieren, die religiöses Lernen für alle Schüler*innen ermöglichen, indem sie Unterschiede produktiv nutzen und die Ungleichheit zwischen den Lernenden verringern. Der Arbeit mit Kunst wird diesbezüglich hohes Potenzial zugeschrieben, durch ihre sinnlich-ästhetische Struktur nicht ausschließlich kognitive Lernwege zu eröffnen, sondern unterschiedliche Lerntypen, - strategien und -niveaus zu bedienen. Hekuru gliedert sich in zwei Teilprojekte: eines mit rezeptionsorientiertem, das andere mit produktionsästhetischem Fokus. Die zentralen Fragestellungen des Projekts waren: 1. Inwiefern initiiert das Lernen mit Kunst im heterogenitätssensiblen RU für alle Schüler*innen religiöse Lernprozesse? 2. Welche Interaktions- und Handlungsprozesse von Lehrkräften und Schüler*innen sind auf der Ebene von Tiefenstrukturen für heterogenitätssensible, religiöse Bildungsprozesse hilfreich? 3. Welche subjektiven Theorien und Kompetenzen besitzen Lehrkräfte resp. sollten sie besitzen, um heterogenitätssensible, religiöse Lernprozesse mit Kunst erfolgreich zu initiieren? Hekuru ist als fachdidaktische Entwicklungsforschung angelegt und verfolgte als doppelte Zielsetzung a) die Entwicklung konkreter, empirisch erprobter Lehr-Lehrarrangements und b) qualitativ-empirische Forschungsergebnisse zu adaptiven Lehr-Lernprozessen mit Kunst im RU. Inhaltlich untersuchte das Forschungsprojekt christliche Deutungen von Leid, Tod und Auferstehung und förderte biografische sowie existenzielle Auseinandersetzungen der Schüler*innen mit dieser Thematik. Das Forschungsdesign basierte auf der qualitativen Analyse von Unterrichtsvideos, Schüler*innen- und Lehrer*inneninterviews, Sprachnachrichten sowie schriftlichen Schüler*innenprodukten. Die Ergebnisse zeigen, dass Kunst vielfältige Lernprozesse anregt, jedoch gezielte Unterstützung durch Lehrkräfte erfordert. Besonders erfolgreich waren Ansätze, die Offenheit und Lernstrukturen ausbalancierten. Herausforderungen entstanden durch unbewusste Differenzzuschreibungen und starre Unterrichtsstrukturen. Außerschulische Lernorte förderten kreative Prozesse und eine gleichberechtigtere Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden. Das Projekt entwickelte empirisch gestützte Impulse für heterogenitätssensibles Lernen, wie die Verwendung zeitgenössischer Kunstwerke und kreative Methoden. Angesichts der Komplexität heterogenitätssensibler Bildungsprozesse zeigte sich, dass kein universelles Unterrichtsdesign für alle Lerngruppen geeignet ist und damit die Notwendigkeit einer reflektierten, adaptiven Didaktik für den Religionsunterricht.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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