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Der Zusammenhang zwischen wahrgenommener und tatsächlicher Diskriminierung

Fachliche Zuordnung Empirische Sozialforschung
Förderung Förderung von 2019 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 428878477
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Liberale Demokratien basieren auf dem Prinzip der gleichen Menschenwürde, was die rechtliche Untersagung ethnisch-rassistischer Diskriminierung impliziert. Diskriminierung ist jedoch oftmals nicht offenkundig, was es Einzelpersonen erschwert, festzustellen, ob sie Diskriminierung erfahren haben. Trotzdem sind Umfragen zu berichteten Diskriminierungserfahrungen wichtige Monitoring-instrumente für politische Entscheidungsträger und Sozialwissenschaftler*innen. Darüber hinaus legt die Forschung zum "Integrationsparadoxon" nahe, dass besser integrierte Einwanderer und ihre Nachkommen Diskriminierung aufgrund ihres besseren Verständnisses der Mehrheitsgesellschaft genauer und akkurater berichten könnten. Dieses Projekt hat untersucht, wie akkurat Personen mit Migrationshintergrund in Deutschland Diskriminierung wahrnehmen, insbesondere unter der Fragestellung, ob besser integrierte Personen mit besserem Zugang zur Mehrheitsgesellschaft Diskriminierung genauer wahrnehmen. Basierend auf einem neuen dreistufigen Design das Umfragen, Verhaltensspiele, und Umfrageexperimente beinhaltet, zeigt die Studie, dass Individuen im Allgemeinen weder Diskriminierung erwarten noch wahrnehmen, und diese Wahrnehmung weitgehend zutreffend ist. Personen, die jedoch Diskriminierung erwarten und wahrnehmen, irren sich oft und neigen dazu, mehrdeutige Signale zu überinterpretieren. Entgegen den Implikationen des Integrationsparadoxons zeigen besser integrierte Einwanderer und ihre Nachkommen keine höhere Genauigkeit in der Wahrnehmung von Diskriminierung.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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