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Trans-European ash plumes from the largest explosive volcanic eruptions: A tephra record from the East European Plain

Subject Area Mineralogy, Petrology and Geochemistry
Term from 2020 to 2022
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 429662378
 
Final Report Year 2024

Final Report Abstract

Um zukünftige große Vulkanausbrüche vorhersagen zu können, ist es wichtig zu verstehen, wie sich Größe und Häufigkeit ähnlicher Ereignisse in der Vergangenheit verteilen. Das übergeordnete Ziel dieses Projekts war die Bereitstellung grundlegender und bisher fehlender Informationen über die Eruptionen, die ihre Tephra-Fahnen über die osteuropäische Ebene verteilten. Insbesondere wollten wir das Ausbreitungsgebiet der ~40 ka kampanischen Ignimbrit-Tephra präzisieren, die Eruptionsgeschichte der Vulkane des Großen Kaukasus rekonstruieren und die Quellen der ultradistalen Tephren in der Osteuropäischen Ebene und den angrenzenden Gebieten identifizieren. In allen geplanten Arbeitsrichtungen wurden erhebliche Fortschritte erzielt, und die Ziele des Projekts wurden trotz der CoViD-19-Pandemie und der vollständigen Unterbrechung der wissenschaftlichen russisch-deutschen Zusammenarbeit seit März 2022 weitgehend erreicht. Die bereits veröffentlichten herausragenden Ergebnisse des Projekts sind (i) die Identifizierung von Asche eines Karpatenvulkans in Südrussland, die einen wichtigen Zeitmarker für die größte marine Transgression des östlichen Paratethys-Meeres im Miozän darstellt, und (ii) die Erkennung einer bisher unbekannten Phase starker explosiver Aktivität des Elbrus-Vulkans im Großen Kaukasus zwischen 520 und 85 ka mit mindestens fünf Eruptionen bis zu Magnitude 7. In der letzten Phase des Projekts, die leider ohne Zusammenarbeit mit unseren russischen Partnern durchgeführt werden musste, konzentrierten wir uns in Zusammenarbeit mit ungarischen Kollegen auf geochemische Untersuchungen des miozänen explosiven Vulkanismus im Pannonischen Becken und im Tokajer Gebirge. Das Ergebnis dieser Studie sind zwei zur Veröffentlichung in Fachzeitschriften eingereichte Arbeiten und eine umfangreiche geochemische Datenbank, die für künftige Studien genutzt werden soll. Insgesamt war das Projekt trotz höchst destruktiver Umstände sehr erfolgreich.

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