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Heidelberger Übersetzungsbibliographie nichtfiktionaler Texte (HÜB)

Fachliche Zuordnung Einzelsprachwissenschaften, Historische Linguistik
Angewandte Sprachwissenschaften, Computerlinguistik
Förderung Förderung von 2019 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 429695918
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Im Rahmen des Projekts „Heidelberger Übersetzungsbibliographie nichtfiktionaler Texte (HÜB) – Englisch, Niederländisch“ lag der Schwerpunkt auf der Erstellung einer Bibliographie frühneuzeitlicher Übersetzungen aus dem Englischen und Niederländischen ins Deutsche im Erscheinungszeitraum 1450–1850 sowie der Integration von Datenbeständen früherer bibliographischer Projekte im Rahmen einer einheitlichen und für weitere Forschende nutzbaren Infrastruktur. Die elektronische Projektdatenbank umfasst im Ergebnis detaillierte Angaben zu knapp 6.000 Übersetzungen und knapp 5.000 Originalwerken. Alle Einträge sind thematisch nach der Dewey Decimal Classification (DDC) kategorisiert, wodurch nicht nur bibliographische Recherchen, sondern auch thematische Analysen der Übersetzungstätigkeit in spezifischen Zeiträumen ermöglicht werden. Zusätzlich wurden die Werke geografisch einem Kulturkreis zugeordnet, um die Verbreitung von Wissen auf kultureller und räumlicher Ebene nachvollziehbar zu machen. Im Rahmen des Projekts wurde eine neue IT-Dateninfrastruktur entwickelt sowie die Migration und Integration der Vorgängerbibliographien „SÜB-Rom“ und „SÜB-Lat“ umgesetzt. Dabei wurden für die Vorgängerbibliographien zahlreiche bislang fehlende Digitalisate insbesondere aus den retrospektiven Nationalbibliographien VD17 und VD18 ergänzt. In der Infrastruktur wurde eine einheitliche Rechercheschnittstelle implementiert, die einen Parallelzugriff auf die Daten aller Bibliographien mit ca. 36.000 Einträgen erlaubt. Die im Projekt gesammelten Daten eröffnen vielseitige Möglichkeiten für wissenschaftliche Untersuchungen, insbesondere in den Bereichen Kultur- und Interkulturalitätsforschung, Fachgeschichtsforschung sowie Sprach- und Übersetzungswissenschaft. Sie leisten zudem einen wertvollen Beitrag zur historisch orientierten Fachsprachenforschung und Philologie. Die im Rahmen des Projekts optimierte softwaretechnische Infrastruktur sowie die verfeinerten Recherche- und Erfassungsmethoden stehen interessierten Forschenden weiterhin zur Verfügung. Diese Infrastruktur ist flexibel einsetzbar und kann insbesondere auf andere Ausgangssprachen für Übersetzungen ins Deutsche sowie auf weitere Sprachpaare und thematische Schwerpunkte, wie beispielsweise fiktionale Literatur, angewendet werden. Die Infrastruktur wird bereits im Rahmen dreier weiterer Projekten genutzt.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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