Detailseite
Projekt Druckansicht

Neuartige planare Slow-Wave-Strukturen für breitbandige Leistungs-TWT bei Millimeterwellen und Terahertz Frequenzen

Fachliche Zuordnung Elektronische Halbleiter, Bauelemente und Schaltungen, Integrierte Systeme, Sensorik, Theoretische Elektrotechnik
Förderung Förderung von 2020 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 430109039
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Die miniaturisierte und verfügbare Vakuumelektronik-Bauelemente sind für Millimeterwellenanwendungen wie Radar, drahtlose Kommunikation und Satellitenkommunikation von entscheidender Bedeutung. Heutzutage sind Vakuumtechnologien kostenintensiv und eingeschränkt einsetzbar für größere Marktvolumina. Neue Herstellungsmethoden für elektronische Vakuumbauelemente die über 100 GHz arbeiten muss grundlegend erforscht werden. Der wichtigste Treiber für die Forschung sind neuartige Herstellungsprozesse der Slow-Wave- Struktur (SWS). Die herkömmliche Realisierung von SWS ist aufgrund des 3D-Charakters und der Geometrieanforderungen bei Millimeterwellen extrem schwierig. Andererseits können 2D- planare SWS-Strukturen durch fotolithografische Techniken realisiert werden, die die obigen Herstellungsbeschränkungen lösen können, auf Kosten höherer Verluste, schmaler Bandbreite und begrenzter Leistung der Vakuumbauelemente. Ziel dieses Vorhabens ist die Erforschung neuartiger 2D-Strukturen, die die oben genannten Einschränkungen überwinden und den Weg für eine effiziente SWS-Herstellung und die Realisierung von Wanderfeldröhren bei Millimeterwellenfrequenzen bei etwa 200 GHz mit einer Bandbreite 10 GHz ebnen können. Wir möchten den Stand der Technik von Wanderfeldröhren auf Basis von 2D-SWS sowohl hinsichtlich der Herstellungskomplexität als auch hinsichtlich der Leistung verbessern. Die Studien umfassen neuartige planare 2D-SWS als Alternative zu den zuvor untersuchten Mäanderlinien mit schmaler Bandbreite, wobei sowohl Einzel- als auch Mehrschichtsubstrate berücksichtigt werden. Fotolithografische Techniken ermöglichen die zuverlässige Herstellung solcher SWS mit hoher Präzision und Wiederholbarkeit zu einem Bruchteil der Herstellungskosten. An diesen SWS-Strukturen wurden theoretische und Simulationsstudien mit dem Ziel der Optimierung der Bandbreite und Kopplungsimpedanz durchgeführt. Die experimentelle Charakterisierung dieser Strukturen wurde durch Simulationen validiert. Der Erfolg des Projekts basiert auf einer starken Zusammenarbeit und Synergie zwischen den beiden Gruppen. Die beiden Gruppen nutzten komplementäre Entwurfsansätze und unterschiedliche elektromagnetische Simulatoren. Sie tauschten die Ergebnisse und Entwurfsmodelle der untersuchten Architekturen aus und bewerteten die Strukturen systematisch auf ihre Leistungsfähigkeit. Die beiden Gruppen haben die SWS-Strukturen mit unterschiedlichen Herstellungsansätzen hergestellt. GUF war insbesondere für die Herstellung ein- und mehrschichtiger SWS-Strukturen mit herkömmlicher optischer Lithographie verantwortlich, während das Saratov-Team SWS-Strukturen durch Laserbearbeitung untersuchte. Das Projekt führte zu einer Reihe von Veröffentlichungen in internationalen Fachzeitschriften und internationalen auf das Thema spezialisierten Konferenzen (z. B. IVEC).

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

Zusatzinformationen

Textvergrößerung und Kontrastanpassung