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Heterogene Gas-Wand-Interaktionen bei hochenthalpen Nichtgleichgewichtsströmungen

Fachliche Zuordnung Strömungsmechanik
Förderung Förderung von 2020 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 432978288
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

In diesem Projekt wurde die heterogene katalytische Rekombination atomarer Spezies auf Hochtemperaturmaterialien in hochenthalpen Nichtgleichgewichtsströmungen untersucht. SSiC- und Grade 5- Titanproben wurden Sauerstoff- und Stickstoffplasmaströmungen im Plasmawindkanal PWK3 des Instituts für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart ausgesetzt. Zu den Hauptzielen gehörte die Bestimmung spektral aufgelöster Emissionsgrade während der Experimente unter Verwendung zweier Infrarotspektrometer im Bereich 1-10 µm. Die Möglichkeit von In-situ-Messungen des spektralen Emissionsgrades konnte demonstriert werden. Die Ergebnisse wurden mit Messungen am Emissionsgradmessstands des IRS verglichen. Umfassende Materialcharakterisierungsstudien wurden unter verschiedenen Plasmabedingungen durchgeführt, die mit Hilfe von Wärmestrom- und Pitot-Sonden sowie mittels TDLAS-Laserabsorptionsspektroskopie charakterisiert wurden. Die Experimente wurden mit dem IRS-CFD-Code URANUS numerisch rekonstruiert, um globale katalytische Rekombinationskoeffizienten zu bestimmen. Die Einströmbedingungen wurden durch Simulation der Strömung um die wassergekühlte Kupfer-Wärmestromsonde validiert. Mit Hilfe einer PHLUX-Sonde konnten atomare Sauerstoffflüsse am Rand einer hochenthalpen Sauerstoffströmung gemessen werden und die Effektivität bei der Charakterisierung von Umgebungen mit moderaten Wärmeströmen und hohen ATOX-Flüssen nachgewiesen werden. Das Projekt hat gezeigt, dass In-situ-Messungen des spektralen Emissionsgrades die Analyse von Oberflächenwärmeströmen und die Bestimmung von Rekombinationskoeffizienten verbessern können. Allerdings wurden Herausforderungen bei der Kalibrierung der Spektrometer festgestellt. Weitere Untersuchungen mit In-situ-Kalibrierung und erweiterten Testbedingungen können zur Erstellung von umfassenderen Modellen der einzelnen Rekombinationsmechanismen der katalytische Rekombination beitragen. Die Ergebnisse des Projektes wurden auf Konferenzen präsentiert und in Fachzeitschriften veröffentlicht.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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