Detailseite
Projekt Druckansicht

Evaluierung der Persistenz, Erinnerung, und Salienz von staatlicher Unterdrückung. Evidenz aus Kambodscha

Antragsteller Mathias Bühler, Ph.D.
Fachliche Zuordnung Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Förderung Förderung von 2019 bis 2022
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 433359864
 
Erstellungsjahr 2022

Zusammenfassung der Projektergebnisse

In diesem Projekt haben wir aufgezeigt, dass die Erinnerung and staatliche Repression (Persistenz) durch gezieltes Nachfragen geweckt werden kann (Salienz), und dies reelle Auswirkungen auf die Soziale Struktur hat. Individuen, welche an die staatliche Repression erinnert wurden (Salienz) zeigen den gleichen Vertrauensverlust gegenüber andern, wie andere die nicht daran erinnert wurden, diese aber erlebt hatten (Persistenz). Letztere haben engeren Kontakt zu Familie und Freunden, welchen sie leugnen, wenn sie an die staatliche Repression erinnert wurden. In einem Kompendium Papier zeigen wir auf, dass dieser Mechanismus reelle und langfristige Folgen haben kann. Menschen die an staatliche Repression erinnert wurden (Salienz), haben Angst ihre wahren Präferenzen zu äußern und sich an der Gesellschaft zu beteiligen. Als Resultat kann der autoritäre Führer des Landes größere Wahlgewinne erzielen und sich an der Macht halten. Unsere Forschung hat daher sowohl Implikationen für die politische Ökonomie als auch für die gesellschaftshistorische Forschung. Eine aktive Erinnerungskultur, welche die Verbrechen der Vergangenheit aufarbeitet, ist wichtig für eine aktive Zivilgesellschaft und verhindert die Entstehung von autoritären Strukturen.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

  • State Repression, Exit, and Voice: Living in the shadow of Cambodia’s Killing Fields. Working paper
    Bühler, M. & Madestam, A.
 
 

Zusatzinformationen

Textvergrößerung und Kontrastanpassung