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Dynamische HPC Softwarepakete: Nahtlose Integration von existierenden Softwarepaketen und Codegenerierungstechniken

Fachliche Zuordnung Datenmanagement, datenintensive Systeme, Informatik-Methoden in der Wirtschaftsinformatik
Softwaretechnik und Programmiersprachen
Förderung Förderung von 2020 bis 2023
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 433735254
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Multiphysik-Simulationen sind ein wichtiges Werkzeug in vielen Bereichen der Natur- und Ingenieurwissenschaften, z. B. zur Optimierung der Platzierung von Windkraftanlagen oder zur Vorhersage des Materialtransports in Flussbetten. Solche Simulationen erfordern in der Regel eine große Menge an Rechenressourcen, um genaue Ergebnisse zu erzielen, und werden in der Regel auf einem Supercomputer durchgeführt. Aufgrund des hohen Stromverbrauchs dieser Systeme sind hochparallele und effiziente Implementierungen für die numerischen Verfahren und komplexen Kopplungsmethoden erforderlich. Für Anwendungsszenarien arbeiten meist Experten aus verschiedenen Bereichen zusammen, und die zugrundeliegenden Codes werden oft über viele Jahre hinweg entwickelt und verwendet. Ein großes Problem ergibt sich aus den modernen Hardware-Trends zu immer heterogeneren Systemen, da die Entwicklung und Pflege von handoptimierten Rechenkernen für verschiedene Zielarchitekturen und Beschleuniger für ein Multiphysik-Framework, das eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle unterstützt, auf Dauer sehr zeitaufwändig ist. Codegenerierungsansätze helfen, dieses Problem anzugehen, da die Definition der Methode selbst von der Beschreibung des Algorithmus und seiner Optimierung getrennt wird. Außerdem werden bei der Codegenerierung möglicherweise hardwareabhängige Optimierungsstrategien automatisiert und auf eine abstrakte Beschreibung des Algorithmus angewendet. Bei wissenschaftlicher Software ist die Technologie der Codegenerierung jedoch noch relativ neu daher ist es wichtig, sie sorgfältig und kritisch zu bewerten. Bislang gibt es nur begrenzte Erfahrungen in Bezug auf ihrer Nachhaltigkeit und ihrer langfristigen Auswirkungen auf den Entwicklungsprozess. Unsere Erkenntnisse, Software-Tools und Best Practices können dazu beitragen, das Meta-Ziel zu erreichen, bestehende wissenschaftliche Software systematisch mit Codegenerierungsfunktionen zu erweitern. Im Rahmen des Projekts werden mehrere Codegeneratoren für unterschiedliche Zwecke mit dem Multiphysik-Simulationsrahmen waLBerla gekoppelt, um ein dynamisches Framework zu schaffen, das manuelle und generierte Implementierungen miteinander verbindet. Das dynamische Framework baut auf Open-Source-Tools auf und verwendet verschiedene Codegenerierungstechniken, die auf eine breite Palette von Simulationscodes und -architekturen angewendet werden können. Für Anwendungswissenschaftler wird es damit einfacher, Simulationswerkzeuge zu koppeln und neue Modelle mit Hilfe der bereitgestellten High-Level-Abstraktionen, die Implementierungs- und Plattformdetails verbergen, einzubinden.

Link zum Abschlussbericht

https://doi.org/10.5281/zenodo.15018004

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