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Kalkablagerungen antiker Aquädukte: Genaue Archive der Umwelt und archäologischer Ereignisse

Antragstellerin Dr. Gül Sürmelihindi
Fachliche Zuordnung Paläontologie
Klassische, Provinzialrömische, Christliche und Islamische Archäologie
Förderung Förderung von 2019 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 434934785
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

In dieser Studie wurden Karbonatablagerungen (CaCO3) von vier römischen Aquädukten im Zusammenhang mit Zivilisationszentren des Römischen Reiches in Frankreich (Nîmes, Arles, Bellegarde, Cahors) untersucht. Wir fanden heraus, dass solche Karbonatablagerungen der Archäologie eine Fülle von Informationen und zusätzliche Daten über die Umweltbedingungen während der Römerzeit liefern können. Beobachtungen von Karbonat aus dem römischen Aquädukt von Cahors haben gezeigt, dass in solchen Ablagerungen Umweltdaten gespeichert sind und dass Daten über Jahrestemperatur, Quellschüttung (und indirekt Niederschlag) mit einer Auflösung von bis zu einem Tag abgerufen werden können. Klar ist jedoch, dass Aquädukte eine kontrollierte Umgebung darstellten und dass es notwendig ist, anthropogene Einflüsse in den Ablagerungen zu erkennen und zu verstehen, bevor zuverlässige Umweltdaten gewonnen werden können. Ein wichtiger Teil der Projektzeit konzentrierte sich daher auf die archäologische Interpretation der Ablagerungen, insbesondere der römischen Aquädukte von Cahors und Arles. Belege für Reinigungsvorgänge und deren Häufigkeit wurden in Cahors (Divona) dokumentiert, ebenso wie die spätantike Restaurierung des römischen Aquädukts von Arles durch Konstantin den Großen in Arles und dokumentieren 200 Jahre Klimaschwankungen in Nîmes.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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