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“Russians of all borderlands, unit!”* Russian okraina-nationalists in the late Romanov Empire (1905-1914) * „Russkie liudi vsekh okrain, soediniaites‘!“ in: Okrainy Rossii (9/1/1907), p. 1.

Subject Area Modern and Contemporary History
Term from 2020 to 2025
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 435681695
 
Final Report Year 2025

Final Report Abstract

Im Rahmen des Projekts wurden auf Grundlage von Egozeugnissen und Presseerzeugnissen die politische (Selbst-)Mobilisierung russischer Nationalisten aus den westlichen Randgebieten des Imperiums untersucht. Das Projekt verbindet damit einen Beitrag zur politischen Geschichte des späten Zarenreichs mit einem interdisziplinären Ansatzpunkt der politischen Netzwerkstudien. Wie die kollektivbiographische Analyse der Grenzlandnationalisten anhand der wichtigen Russischen Grenzlandgesellschaft gezeigt hat, versammelten sich hinter der „nationalen Idee“ in den Grenzgebieten überwiegend einflussreiche Personen des öffentlichen und politischen Lebens im Russischen Reich. Viele Mitglieder der Grenzlandgesellschaft konnten durch ihre mobilen Karrieren, die sie in ihrer Berufslaufbahn durch eine Vielzahl von okraina-Provinzen führten, oder aufgrund ihrer ausgewiesenen wissenschaftlichen Profession ihren Anspruch auf einen Expertenstatus untermauern, der viele von ihnen in wichtige politische Entscheidungspositionen brachte. Die empirische Untersuchung der Grenzlandgesellschaft zeigte, dass die Grenzlandnationalisten dabei über das gesamte Imperium hinweg einflussreiche und teilweise Jahrzehnte währende Netzwerke etablierten, mithilfe derer es ihnen gelang, den „Kampf um die russische Sache“ zu einem Kernthema des politischen Betriebs im späten Zarenreich zu machen.

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