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Untersuchung exfoliierter 2D Ferromagneten mittels spinpolarisierter Rastertunnelmikroskopie und Photoelektronenspektroskopie

Fachliche Zuordnung Experimentelle Physik der kondensierten Materie
Förderung Förderung von 2020 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 436834725
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Magnetische Materialien sind ein wesentlicher Bestandteil der Datenspeicherung mit Perspektiven in der Datenverarbeitung. Die Entdeckung stapelbarer, zweidimensionaler magnetischer Materialien eröffnet zusätzliche Möglichkeiten der Feinabstimmung magnetischer Eigenschaften und von Eigenschaftskombinationen. In diesem Projekt wurden die Grundlagen dieser neuen magnetischen Materialien untersucht mit speziellem Fokus auf Antiferromagneten, die prinzipiell den Vorteil einer schnelleren Schaltgeschwindigkeit haben. Die elektronischen Bandstrukturen verschiedener solcher Antiferromagneten sowie strukturell ähnlicher Ferromagneten wurden mittels winkelaufgelöster Photoelektronenspektroskopie (ARPES) sowohl oberhalb als auch unterhalb der magnetischen Ordnungstemperatur kartiert. Dabei kam als relativ neue Methode ARPES mit räumlicher Auflösung im µm-Bereich zum Einsatz. Die identifizierten Bandstrukturänderungen von FePS3, NiPS3 und MnPS3 wurden mit Dichtefunktionalrechnungen unter Verwendung eines effektiven Hubbard-Parameters U (DFT+U) verglichen, um den orbitalen Charakter der sich ändernden Bänder zu identifizieren. Dies erlaubte zusätzliche Einblicke in das komplexe Wechselspiel von direkter Austauschwechselwirkung und Superaustausch in den Materialien, insbesondere deren Verknüpfung zur fundamentalen Bandstruktur. Für solche Untersuchungen ist eine Optimierung des Herstellungsprozesses der Schichtsysteme konstitutiv. Zunächst haben wir die Exfoliation auf Au Schichten, die auf Si/SiO2 aufgedampft werden, optimiert, so dass wenige Monolagen konstanter Dicke laterale Ausdehnungen von bis zu 200 m aufweisen. Diese zeigen allerdings eine verbleibende Korrugation aufgrund des darunterliegenden Au. Außerdem gab es Reste der genutzten Klebefolie auf dem Gold, die insbesondere für Rastertunnelmikroskopie hinderlich sind. Deswegen haben wir mit Hilfe der Uni Manchester einen Cantilever-basierten, polymerfreien Transferprozess etabliert. Erste Messungen auf so präparierten CuCrP2S6, einem multiferroischem van-der Waals-Material deponiert auf Graphit, zeigen allerdings noch Verbesserungsbedarf.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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