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Behandlungspräferenzen und -barrieren bei Depression, Angststörungen sowie Traumafolgestörungen und das Erleben von Partnerschaftsgewalt bei Frauen bis zu einem Jahr nach der Entbindung

Fachliche Zuordnung Public Health, Gesundheitsbezogene Versorgungsforschung, Sozial- und Arbeitsmedizin
Förderung Förderung von 2020 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 437237792
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Gewalt in der Partnerschaft (IPV), perinatale Stimmungs- und Angststörungen (PMAD) und stressbedingte Störungen sind bedeutende globale Gesundheitsprobleme, die Frauen im reproduktiven Alter betreffen. Obwohl der gleichberechtigte Zugang zur Gesundheitsversorgung ein grundlegendes Ziel in den europäischen Gesundheitssystemen ist, bestehen nach wie vor erhebliche Ungleichheiten bei der Inanspruchnahme aufgrund sozioökonomischer, kultureller und psychologischer Faktoren. Da IPV, PMAD und stressbedingte Störungen schwerwiegende Folgen für die Gesundheit von Müttern und Säuglingen haben können, besteht ein dringender Bedarf an umfassender Forschung zur Beseitigung von Hindernissen für den Zugang zu Beratung und Gesundheitsversorgung. In der aktuellen Studie sollte daher untersucht werden, wie prädisponierende Variablen, frühere und gegenwärtige Stressbelastung, förderliche Ressourcen sowie frühere und gegenwärtige Gesundheit das Verhalten bei der Suche nach Hilfe während der Peripartalzeit beeinflussen. Die Hauptziele waren die Erforschung der Behandlungs- und Beratungspräferenzen von Frauen nach der Geburt und ihrer Barrieren beim Zugang zu Gesundheitsdiensten für IPV, PMAD und stressbedingte Störungen. Wir konnten N = 4624 postpartale Frauen in Dresden, Deutschland, rekrutieren, die etwa 13 Wochen nach der Geburt telefonisch befragt wurden. Die Prävalenz von psychischen Störungen und IPV-Erfahrungen war etwas niedriger als erwartet. Die Frauen berichteten, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Hilfe bei psychischen Problemen und IPV in Anspruch nehmen würden, obwohl sie ihre eigenen Symptome nur selten erkannten und wenig Hilfe in Anspruch nahmen. Die Barrieren für die Hilfesuche variierten jedoch je nach psychischem Gesundheitszustand und IPV-Erfahrung. Frauen mit psychischen Problemen nach der Geburt gaben höhere Barrieren an als nicht betroffene Frauen. Überlebende von IPV berichteten im Vergleich zu nicht betroffenen Frauen höhere Barrieren und eine geringere Wahrscheinlichkeit der Hilfesuche, insbesondere wenn sie körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt hatten, im Vergleich zu psychischer Gewalt allein. IPV-Überlebende bevorzugten die Unterstützung durch Peers, Familie und Freund:innen gegenüber medizinischen oder psychosozialen Diensten, während Frauen mit psychischen Beschwerden Hebammen bevorzugten. Persönlicher Kontakt wurden gegenüber anonymen Formen der Kommunikation bevorzugt.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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