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Die Organisation der Valuation und Devaluation

Fachliche Zuordnung Empirische Sozialforschung
Förderung Förderung von 2020 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 439338023
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Im Zentrum des Forschungsprojekts „Die Organisation der Valuation und Devaluation“ steht die organisierte Bewertung von Menschen durch Menschen. Es widmet sich diesbezüglich der Frage, welche Folgen der formale Organisationskontext in Bewertungsverfahren mit Blick auf jene Aushandlungskonflikte hat, die sich aufgrund der stets zu erwartenden Pluralität von Wertvorstellungen ergeben. Das Projekt wirft damit ein Schlaglicht auf einen Faktor, der in der bisherigen Forschung zu Bewertungsprozessen tendenziell nebensächlich behandelt wurde: Das organisationale „Drumherum“. Der empirische Gegenstand, anhand dessen dieser Fragestellung nachgegangen wurde, sind zwei Auswahlverfahrenstypen, die jeweils mit sehr hoher Wertunsicherheit operieren. Zum einen wurden Aufnahmeverfahren an Kunsthochschulen über mehrere Monate ethnografisch begleitet. Diese Organisationen haben das fachspezifische Entscheidungsproblem, unter dem opaken Vorzeichen künstlerischer „Begabung“ bewerten und auswählen zu müssen. Ergänzt wird dieses sachliche Problem um das formale Verwaltungsproblem, eine Mindestanzahl an Bewerber:innen aufnehmen zu müssen, um die Kapazitäten der Hochschule auszuschöpfen. Zum anderen wurden hochselektive Recruitings für „talentierte“ Führungskräfte börsennotierter Konzerne untersucht. Hierbei handelte sich jedoch nicht um tradierte und bereits robust untersuchte Assessmentcenter, sondern um Verfahren, die neben der klassischen Leistungsbewertung explizit auch normative Konzepte wie Diversität oder Chancengleichheit in ihren Entscheidungen berücksichtigen (wollen).

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

  • „Organized Justification – A New Regime of Action?“ Vortrag im Rahmen der Tagung „Sociology/Economy of Conventions: An Interdisciplinary Workshop for Methods and Theory Development (with Special Focus on Education)“, organisiert von Christian Imdorf, Leibniz Universität Hannover, 15.09.2022.
    Hasenbruch, Monika; Weingärtner, Simon & Guse, Juan
  • „Am Ende des Gesprächs wusste man immer: Passt oder passt nicht. Zur Unsichtbarmachung formaler Organisation mit den Mitteln formaler Organisation“. Vortrag am Kunsthaus Hamburg, 17.11.2023.
    Wagner, Gabriele
  • „Eigentlich war es immer sonnenklar.“ Zur Invisibilisierung von formaler Organisation in Bewertungspraktiken. Berliner Journal für Soziologie, 33(1-2), 69-97.
    Wagner, Gabriele; Guse, Juan S. & Hasenbruch, Monika
  • „Kunstbewertung organisieren“. Vortrag im Rahmen des Workshops „Konkurrenz in den Künsten. Vergleichspraktiken und Bewertungslogiken“, organisiert von SFB 1288-Mitglied Max Richter, Universität Bielefeld, 24.01.2023.
    Guse, Juan
  • Das darf hier keine Rolle spielen. Zeitschrift für Soziologie, 53(3), 243-263.
    Guse, Juan S.; Hasenbruch, Monika; Wagner, Gabriele & Weingärtner, Simon
  • „Das darf hier keine Rolle spielen“. Vortrag im Rahmen der Metaplan Academy, Seminar „Kulturen beeinflussen“, 05.09.2024.
    Wagner, Gabriele
  • „Der dritte Blick: Fragilitäten der Bewertung bei Kunst“. Vortrag im Rahmen des Workshops „Controversial Literary Prizes“, organisiert von Julika Griem und Paul Buckermann, KWI Essen, 10.09.2024.
    Guse, Juan
  • „Der Fall zwischen Verwaltung und Personalisierung“. Paper- Präsentation auf dem „Autor*innenworkshop Fälle und Fallförmigkeit“, organisiert von Stefanie Büchner, Katharina Braunsmann, Korbinian Gall, Justus Rahn und Irina Zakharova, Leibnizhaus der Universität Hannover, 26.11.2024.
    Hasenbruch, Monika
  • „‚Es verstecken sich auch Perlen im Schlamm‘. Zur Rolle formaler Organisation in Bewertungsprozessen“. Vortrag an der Universität Luzern, Soziologisches Seminar, 05.11.2024.
    Wagner, Gabriele
  • Kreditentscheidung zwischen Subjektivität und Standardisierung. Fall und Fallförmigkeit, 119-142. transcript Verlag.
    Hasenbruch, Monika
 
 

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