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Struktur-Eigenschaftsbeziehungen für mit Wirkstoffe beladene Polymermizellen aus detaillierten Strukturinformationen von Festkörper NMR Spektroskopie Untersuchungen kombiniert mit komplementären Techniken

Fachliche Zuordnung Polymermaterialien
Analytische Chemie
Förderung Förderung von 2020 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 440955393
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Im Rahmen des Projekts wurden Polymer-Wirkstoffformulierungen mittels NMR-Spektroskopie im Festkörper sowie in biorelevanten Lösungen untersucht. Dabei konnten in einem ersten Schritt Struktur-Eigenschaftsbeziehungen aus der Sicht des Gastmoleküls sowie aus der Sicht des Polymermaterials gewonnen werden. So identifizierten die Experimente konkrete funktionelle Baueinheiten des Moleküls, deren Fehlen eine Beeinträchtigung der Formulierung zur Folge hat. Gleichzeitig zeigten die Versuche, dass Polymerstrukturen aus drei Blöcken (ABA) geeignetere Trägermaterialien für die Formulierungen sind als solche aus nur zwei Blöcken (AB). Darüber hinaus konnten auch für die Herstellung relevante Informationen zur Stabilität gewonnen werden: Eine höhere Temperatur wirkt sich negativ auf die Langzeitstabilität der Formulierung aus und eine Lagerung unter Ausschluss von Luftfeuchtigkeit für die Ausgangsmaterialien und Endprodukte ist wichtig. Untersuchungen in Flüssigkeiten, die die menschlichen Intestinalflüssigkeiten nachbilden, zeigten, dass für die hier analysierten Formulierungen, die Gastmoleküle an die Umgebung abgegeben werden können und besonders, dass neben den häufig genannten Wirkstoff-Wirkstoff Wechselwirkungen auch Wirkstoff-Polymer Wechselwirkungen berücksichtig werden sollten. Dies ist besonders zentral für ältere Personen mit mehreren chronischen Erkrankungen, die mehrere pharmazeutische Produkte gleichzeitig einnehmen.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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