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Der Serum Response Faktor (SRF) reguliert die Motorneuron-Anfälligkeit und die Aktivitäts-abhängige Neuroprotektion by Amyotropher Lateralsklerose

Fachliche Zuordnung Molekulare und zelluläre Neurologie und Neuropathologie
Förderung Förderung von 2020 bis 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 443642953
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Das vorliegende Projekt hatte zum Ziel, die Rolle der aktivitätsinduzierten Neuroprotektion bei der Gestaltung der Anfälligkeit von Motoneuronen bei Amyotropher Lateralsklerose (ALS) aufzuzeigen. Das Programm entstand aus der gemeinsamen Expertise der beiden Gruppen zum Einen für Motoneuron- Degeneration (Roselli) und zum Anderen für aktivitätsinduzierte Transkriptionsregulation (Knöll). Insbesondere wurde der Transkriptionsfaktor SRF (Serum Response Factor) in Betracht gezogen, da er bei der Induktion von „immediate-early“-Genen eine herausragende Rolle spielt und sich die experimentellen Bedingungen dafür gut eignen (eine konditionale SRF Deletion im Gehirn ist etabliert). Das Projekt wurde unter Verwendung eines konditionalen Mausmodells für die Deletion von SRF nur in Motoneuronen (MN) im Kontext des SOD1(G93A)-Mausmodells, viraler Methoden zur Verwendung von Chemogenetik zur Induktion von neuronalem Feuern und zellbasierter Ansätze durchgeführt, um die breite Anwendbarkeit der identifizierten Mechanismen zu zeigen. Es konnte gezeigt werden, dass die Deletion von SRF in MN die Motoneuronen empfindlicher für die Pathobiochemie der ALS macht und den Ausbruch der Krankheit durch Störung der Autophagie-Induktion beschleunigt. Darüber hinaus verhinderte der Verlust von SRF in Motoneuronen die positiven Auswirkungen einer chemogenetisch gesteuerten Erregung und simulierte die Folgen einer Aktivitätsunterdrückung. Wir untersuchten die Auswirkungen der SRF-Funktionssteigerung auf mehrere ALS-bezogene Mutationen in Zellmodellen und zeigten, dass die Autophagie unter SRF-Kontrolle stimuliert wird. Darüber hinaus untersuchten wir die SRF-Pathologie in menschlichen ALS-Proben und zeigten den Verlust der SRF-Immunreaktivität und die Bildung möglicher SRF-Aggregate in anfälligen MN.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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