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Funktionelle Untersuchung des renalen Risikogens WDR37 auf seine Rolle bei Nierenerkrankungen

Fachliche Zuordnung Nephrologie
Förderung Förderung von 2020 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 443851440
 
Erstellungsjahr 2025

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Die chronische Nierenerkrankung ist weltweit die zehnt häufigste Todesursache. Etwa 10-15 % der Bevölkerung leiden an einer chronischen Nierenerkrankung. Die Erkrankung führt in einem Teil der Patienten zu einem Nierenversagen, welches eine Nierentransplantation oder ein Dialyseverfahren zur Folge hat. Häufige Ursachen für die chronische Nierenerkrankung sind der Diabetes, Autoimmunerkrankungen, hoher Blutdruck oder erbliche Störungen, bei 30- 40 % ist die Ursache jedoch unklar. Um mögliche Ursachen von chronischen Nierenerkrankungen erforschen zu können sind genomweite Assoziationsstudien unternommen worden, bei denen Risikogene für verminderte Nierenfunktion identifiziert wurden. Eines dieser Gene namens WDR37 wurde in unabhängigen Untersuchungen unserer Arbeitsgruppe als Interaktor von LKB1 gefunden, einem Protein welches für die Architektur und Funktion der Niere wesentlich ist. Die Funktion von WDR37 war bislang unbekannt. In diesem Projekt haben wir die Funktion von WDR37 untersucht und gefunden, dass WDR37 mit Nierenpathologie assoziiert ist. Die Suche nach Interaktionspartnern zeigte eine Wechselwirkung mit OPA1, einem mitochondrialen Protein. Mitochondrien produzieren zelluläre Energie und reagieren auf energetische Anforderungen, indem sie fusionieren oder sich teilen. OPA1 ist eines von 3 Proteinen, die für die Fusion wichtig sind. Wir haben gefunden, dass der Verlust von WDR37 OPA1 an Mitochondrien stabilisiert und zur vermehrten Fusion von Mitochondrien führt. Dies führt zur veränderten Mitochondrienarchitektur und -funktion. In Nierenzellen führt der Verlust von WDR37 zu geschädigten Mitochondrien, verstärkter Ausschüttung von entzündlichen Molekülen und zum vermehrten Zelluntergang. Diese Funktion kann erklären, warum die genetische Veränderung von WDR37 mit einem höheren Risiko für Nierenerkrankungen einhergeht.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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