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Lumineszente supramolekulare Aggregate basierend auf vorgeformten Cu(I)-Precursoren, die durch Hauptgruppenelement-Liganden stabilisiert werden

Fachliche Zuordnung Anorganische Molekülchemie - Synthese, Charakterisierung
Förderung Förderung von 2020 bis 2024
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 446028511
 
Erstellungsjahr 2024

Zusammenfassung der Projektergebnisse

Auf Grund des bestehenden Defizits an kostengünstigen lumineszenten Materialien aus Verbindungen stets verfügbarer Elemente wie beispielsweise Kupfer zielte dieses ANR-DFG SUPRALUM Projekt auf die Synthese und das Studium multifunktioneller Eigenschaften einer großen Serie neuer diskreter bzw. polymerer polymetallischer Cu(I)-basierter supramolekularer Aggregate. Die synthetisierten neuen, kostengünstigen und stabilen Derivate verfügen über beispiellose Strukturen, die sehr gute lumineszierende Eigenschaften im Festkörper zeigen. Dies macht sie zu reizvollen Bestandteilen für neue, multifunktionelle molekulare Materialien mit möglichen Anwendungen für Beleuchtungs- und Sensorzwecke. Eine Kombination aus experimenteller und rechnerischer Modellierung wurde verwendet, um grundlegende Erkenntnisse und potenzielle technologische Anwendungen aus der Koordinationschemie, der Supramolekularen Chemie, der Chemie der Hauptgruppenelemente, der Photophysik und der Materialwissenschaft in dieses Projekt zu integrieren. Zu diesem Zweck wurden spezifische synthetische Methoden und komplementäre Charakterisierungsfähigkeiten der französischen und deutschen Teams kombiniert. Dazu gehört der innovative Einsatz der koordinationsgesteuerten adaptiven supramolekularen Chemie, die auf flexible und vorgebildete Cu(I)-Vorstufen angewandt wird, sowie die Integration von polytopen Liganden (z. B. Liganden, die Hauptgruppenelemente wie Phosphor und Arsen kombinieren) einschließlich flexibler polytoper Verbindungsliganden (Linker). Darüber hinaus wurde der Einfluss der schwach koordinierten Anionen (Weakly Coordinating Anions, WCAs) als Gegenionen auf die Bildung supramolekularer Aggregate sowie deren Einfluss auf die Lumineszenzeigenschaften eingehend untersucht. Diese Synergie ermöglichte die Einführung spezifischer Lumineszenzeigenschaften für die synthetisierten Derivate. Insbesondere wurden irreversible Übergänge – aktiviert durch die Temperatur – der Festkörperlumineszenzeigenschaften neuartiger Verbindungsklassen erzielt, die den Weg zu neuen Anwendungsbereichen für diese photoaktiven Derivate auf der Basis von Cu(I)-Ionen eröffnen. Umfassende photophysikalische Studien sowie modernste theoretische Berechnungen wurden durchgeführt, um die elektronischen Prozesse, die den neuen Verbindungen zugrunde liegen, zu charakterisieren und zu rationalisieren.

Projektbezogene Publikationen (Auswahl)

 
 

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